150 Millionen für bessere Bahnhöfe

Was sich bei der Bahn ändert

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Eine der wichtigsten Baustellen der DB – und so gut wie fertig: der Bahnhof Pasing

München - Einige Bahnhöfe in München und Bayern werden aufgemöbelt - im Jahr 2013 für mehr als 150 Millionen Euro. Es gibt noch weitere Neuigkeiten über die Bahn-Zukunft.

Bayerns Bahnhöfe werden aufgemöbelt! Die Bahn investiert dafür im Jahr 2013 mehr als 150 Millionen Euro. Angesichts von insgesamt 1012 Stationen im Freistaat ist das freilich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. So oder so: Es gibt noch mehr Neuigkeiten über Bayerns Bahn-Zukunft, gerade eben bekanntgegeben bei einer Presserunde. Die Details:

Baumaßnahmen: Im April wird Bayerns viertgrößter Bahnhof – Pasing – endlich in neuem Glanz erstrahlen. „Nach fünfjähriger Bauzeit, die für Bahn und Reisende eine Herausforderung waren, sind dann alle Bahnsteige mit Aufzügen und Rolltreppen leicht erreichbar“, sagt Bayerns Bahnhofs-Chef Günther Pichler. Baukosten: 40 Millionen Euro.

Insgesamt werden 20 Baumaßnahmen im kommenden Jahr fertig: So werden die neuen Bahnhöfe Freiham an der S 8, Hinrichssegen an der Mangfalltalbahn sowie Freilassing-Hofham in Betrieb genommen, alle Stationen an der Strecke Tutzing-Kochel renoviert und die Bahnhöfe Deggendorf, Passau und Würzburg barrierefrei ausgebaut. Pichler: „Passau liegt uns sehr am Herzen. Hier haben wir allein 200 000 Umsteiger pro Jahr auf die Donauschiffe.“

Zahlen mit dem Handy: Erstmals führt die Bahn im Nahverkehr das „Touch & Travel“-Angebot ein. Reisende können mit ihrem Handy an einem Kontaktpunkt kurzfristig ein Ticket buchen. Vorerst geht das aber nur in den Allgäu/Schwaben, Franken und der Oberpfalz. Im Fernverkehr hat die DB das Angehot bereits vor zwei Jahren eingeführt. Im Münchner Stadtverkehr scheint in Zukunft auch ein zweites Bezahl-System per Smartphone möglich: das vorbestellte Ticket, das einen QR-Code auf dem Telefon erzeugt.

Nahverkehr: Hoffnung für die Pendler, die sich in die Sardinenbüchsen des Fugger-Express (München-Augsburg-Ulm/Treuchtlingen) quälen müssen. Die DB setzt zusätzliche Doppelstockwagen über Augsburg-Treuchtlingen nach Nürnberg ein. Die drei bestehenden Doppelstockverstärker nach Augsburg werden durch klimatisierte Dostos ersetzt, die bisher von Nürnberg nach Coburg fuhren. Dort müssen sich die Fahrgäste künftig in enger bestuhlte Elektro-Triebwagen drängen.

König-Ludwig-Fans können sich freuen: Sonntags schickt DB-Regio künftig den Neuschwanstein-Express von München nach Füssen auf die Reise (Abfahrt Hauptbahnhof: 8.40 Uhr, Abfahrt Füssen: 16.35 Uhr), der die Strecke in 105 statt 120 Minuten schafft.

Wermutstropfen: Der mit luxuriösen IC-Wagen der ÖBB ausgestatte Pendler-Intercity (Linz-)Simbach-Mühldorf-München wird gestrichen bzw. durch einen normalen Nahverkehrszug ersetzt.

Fernverkehr: Ab 9. Dezember geht es nochmal schneller nach Wien: Die Fahrzeit ab München verkürzt sich im Railjet der ÖBB um 20 Minuten auf drei Stunden 57 Minuten. Wer um 7.27 Uhr fährt, erreicht die Donaustadt schon um 11.24 Uhr. Insgesamt reduzierte sich die Fahrzeit in den letzen zehn Jahren um eine Stunde.

Nach sechsjähriger Pause fahren ab Dezember außerdem wieder Nachtzüge von München über den Brenner nach Mailand. Die bestehende Schlafwagen- und Liegewagen-Gruppe München-Venedig wird dafür künftig über Salzburg, die Tauernbahn und Tarvisio (!) „umgeleitet“.

Karl-Heinz Dix

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