Ärger um Lärmschutzwand

"Berliner Mauer" am Hans-Mielich-Platz

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Die Lärmschutzwand am Hans-Mielich-Platz erinnert in ihrem Aussehen an die Berliner Mauer.

München - Seit einigen Tagen reiben sich die Untergiesinger ungläubig die Augen: Von der Sachsenstraße bis zum Giesinger Berg hat die Bahn eine drei Meter hohe graue Lärmschutzwand errichtet.

Auch am Hans-Mielich-Platz, der erst 2011 für 2,25 Millionen Euro umgestaltet worden war, prangt die triste Wand, für deren Farblosigkeit sich niemand verantwortlich fühlt.

„Das sieht aus wie die Berliner Mauer“, witzelt man beim Griechen um die Ecke über das graue Monstrum. „Grau und öde“, schimpft Max Heisler, Sprecher der Aktionsgruppe Untergiesing. „Da bei der Umgestaltung viel Grün geopfert wurde, fällt die Wand umso mehr auf.“

Auch die Giesinger Landtagsabgeordnete Claudia Stamm (Grüne) ärgert sich über die Alu-Wand: „Es ist zwar gut, dass es die Anwohner ruhiger haben. Doch das Grau führt die aufwendige Umgestaltung des Hans-Mielich-Platzes ad absurdum.“ Doch wer hat das fade Grau nur ausgewählt? „Wir haben nur den Wunsch der Stadt erfüllt, die wollte Lichtgrau“, erklärt ein Sprecher der Bahn, die das Gleis in Untergiesing mit Geldern des Bundes bis 2015 leiser macht. „Man hätte auch Grün oder Braun haben können und auch eine abgestufte Farbgebung, doch die Stadt wollte Lichtgrau.“

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In der Stadtgestaltungskommission hatten zwar Stadträte und Architekten mehrfach und leidenschaftlich über die Gestaltung der Lärmschutzelemente an den Brücken diskutiert. Doch die Lärmschutzwand abseits der Brücken war offenbar kein Thema. Stadtrat Walter Zöller (CSU), Vizevorsitzender der Kommission, erklärt: „Mir ist dazu kein Beschluss bekannt.“

Vor Ort macht man sich nun Gedanken, wie die triste Wand aufgepeppt werden könnte. Max Heisler von der Aktionsgruppe schlägt vor: „Wir könnten Kinder und Jugendliche aus dem Viertel die Wand farbig gestalten lassen.“

Johannes Welte

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