SPD-Stadtratsfraktion macht sich Sorgen

Ärger um die "München-Zigarette"

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Die "München-Zigarette" der Marke Mohawk.

München - Eine Zigarettenmarke wirbt mit dem Namen der Landeshauptstadt und der Stadtsilhouette. Die SPD-Stadtratsfraktion hat Angst um die Marke "München". Viel Rauch um nichts?

"München by Mohawk" prangt auf der blauen Packung, im Hintergrund des Schriftzugs sind dezente Rauten angedeutet. Darunter: Die Silhouette der Stadt, mit Bavaria, BMW-Vierzylinder, Fernsehturm und Frauenkirche. So sieht sie aus, die "Stadtzigarette" München des Tabakherstellers "Grand River Enterprises" aus Brandenburg, außer ihr gibt es Editionen für Hamburg, Köln oder Berlin. 

Die sind der SPD-Stadtratsfraktion egal. Ihr geht es um München. Genauer gesagt, ob manch ein Kunde durch den München-Slogan denken könnte, es handle sich bei der Rauchware um ein Angebot der Landeshauptstadt. Die SPD-Politiker fürchten, die Namensrechte könnten durch die Stadtzigaretten für "Lokalpatrioten und die, die sich verbunden fühlen", verletzt werden. 

Die Fraktion stellte deshalb am Montag eine Anfrage an die Stadtverwaltung, wie der Verkauf der Zigaretten unter dem "München"-Slogan zu handhaben sei: Ist die Verwendung des Namens Münchens rechtlich möglich und wenn ja, welche "namensrechtlichen Abwehrrechte" der öffentlichen Hand stehen zur Verfügung? Können kommunale Namen als Wortmarken für die Gemeinde überhaupt geschützt werden? Falls nicht, kann dagegen vorgegangen werden, dass hier behauptet wird, die Ware kommt aus München, obwohl sie das gar nicht tut? 

Wie Köln, Hamburg oder Berlin mit ihrer Stadtzigarette umgehen, ist nicht bekannt. Die SPD-Stadträte wollen's rausfinden.  

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