Kabinett beschließt weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Kabinett beschließt weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Sie verhielt sich anschließend vorbildlich

Ärztin vor Gericht: Ich habe betrogen

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Juliana B. (78) gestand die Vorwürfe vor Gericht.

München - Jahrelang rechnet eine Ärztin am Rindermarkt ihre Patienten falsch ab. Rund 17.000 Schaden verursachte sie damit. Doch danach verhielt sich Juliana B. vorbildlich.

Jahrelang kamen Patienten in ihre Privatpraxis am Rindermarkt: Dass ihre Ärztin Dr. Juliana B. (78) eine Betrügerin ist, konnten sie jedoch nicht ahnen. Am Mittwoch musste sie vor Gericht. Und gab einen Abrechnungsbetrug zu, der etliche Fälle umfasste. Laut Anklage rechnete die Ärztin Leistungen bei Privatpatienten bewusst falsch ab, verursachte so rund 17 000 Euro Schaden und machte selbst 9000 Euro Gewinn.

Das Besondere an dem Fall: Juliana B. klärte ihren Fall selbst auf und beglich den Schaden. Sie schrieb den geprellten Patienten einen Brief, dem sie auch einen Scheck beilegte. „So ein Verhalten eines Angeklagten habe ich noch nie erlebt“, lobte der Staatsanwalt Maximilian Laubmeier. Ihrer Strafe entkam die Ärztin trotzdem nicht. Am Ende musste Juliana B. 9000 Euro Geldbuße zahlen. Sie gilt dadurch aber nicht als vorbestraft.

Ihr Betrugsfall ist offenbar nur die Spitze eines Eisbergs weiterer Vergehen. Im Fokus der Ermittler steht ein Münchner Labor, das in weitere Betrugstaten verwickelt sein soll. Laut Staatsanwaltschaft geht es um 450 Einzelfälle, die in künftigen Prozessen aufgearbeitet werden sollen.

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