Junges Mädchen schwer verletzt

Ätzende Flüssigkeit in der Bahn: Gesuchte meldet sich

+
Mit diesem Bild wurde nach der Frau gesucht. Jetzt hat sie sich über ihren Anwalt gemeldet.

München - Aus ihrer Plastiktüte läuft ätzende Flüssigkeit auf den S-Bahn-Sitz. Die Frau interessiert das nicht. Später verätzt sich eine Jugendliche schwer.

+++ Update vom 26.11.2015 +++

Wie die Münchner Polizei mitteilt, hat sich der Anwalt einer 48- jährigen Reinigungskraft aus München aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung am Mittwoch, 25.11. gegen 15.00 Uhr, bei der Polizei gemeldet. Bei seiner Mandantin handelt es sich um die Gesuchte.
Er gab auch schon eine erste kurze Sachverhaltsschilderung im Namen seiner Mandantin zu dem Vorfall ab. In den nächsten Tagen wird die Frau zur Sache vernommen werden.

Das war die Ursprungsmeldung:

Am Montag, 05.10.2015, ist eine Frau gegen 08.19 Uhr in die S4 gestiegen und bis nach Grafing-Bahnhof gefahren, wo sie gegen 08.40 Uhr ausstieg.

In der S-Bahn hatte sie eine Plastiktüte auf dem Nebensitz abgestellt, aus welcher eine ätzende Flüssigkeit auf den Sitz und den Boden davor auslief. Die Frau kümmerte sich nicht weiter um den von ihr verursachten Schaden. Nachdem mehrere Fahrgäste nach Feststellung der Verunreinigung den Platz mieden, setzte sich bei der Rückfahrt der S-Bahn am Ostbahnhof eine Jugendliche auf den kontaminierten Platz.

Durch die ätzende Flüssigkeit zog sie sich schwere Verätzungen am Gesäß zu, die operativ behandelt werden mussten. Die Staatsanwaltschaft München I bewertet den Vorgang nach Sichtung der Videoaufzeichnungen als gefährliche Körperverletzung und erwirkte einen richterlichen Beschluss zu Öffentlichkeitsfahndung.

Täterbeschreibung: 

Weiblich, ca. 45-50 Jahre alt, braune halblange nach hinten zusammengebundene Haare; trug eine schwarze Jacke oder einen schwarzen Mantel, schwarze Hose und Turnschuhe mit roten Schnürbändern; sie führte eine braune Handtasche und eine weiße Plastiktüte mit der Aufschrift "H & M" mit sich.

Zeugenaufruf: 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeden anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

auch interessant

Meistgelesen

Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen

Kommentare