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Ex-Löwe durfte Beamten kein Trikot schenken

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Moritz Leitner im Löwen-Trikot © MIS

München - Die Diskussionen um Dieter Reiters Reise zum Champions-League-Finale reißen nicht ab. Ex-Löwe Leitner wollte seinerzeit ein Trikot schenken, das ein Sachbearbeiter nicht annehmen durfte.

Geschenk, Fußballverein, Beamter … tz-Leser Christian Oberloher fällt zu dieser Kombination eine Geschichte ein. „Als der Löwen-Spieler Moritz Leitner nach erfolgter Einbürgerung dem Sachbearbeiter ein Trikot schenken wollte, musste dieser das Trikot im Wert von knapp 80 Euro auf Geheiß der Stadtspitze abgeben“, schreibt Oberloher der Redaktion.

„Eine Einflussnahme auf künftige Entscheidungen des Sachbearbeiters war somit ausgeschlossen – oder wie oft meinte Ude, dass sich Moritz Leitner (20) einbürgern lassen möchte?“ Angesichts dessen, dass OB Christian Ude (SPD) dem Wirtschaftsreferenten Dieter Reiter die Einladung des FC Bayern nach London genehmigte, meint Oberloher: „Das ist ja eine Riesensauerei und legt nahe, dass Ude mit zweierlei Maß misst!“ Berthold Nickl, Manager des in München geborenen Ex-Österreichers Leitner (mittlerweile in Stuttgarter Diensten), erinnert sich: „Wir hatten ein Promo-Trikot aus dem Bestand von 1860 dabei, auf dem Moritz ein Autogramm geschrieben hatte. Dass der Beamte das Trikot nicht annehmen durfte, hatte mir sehr leid für ihn getan.“

KVR-Sprecherin Daniela Schlegel: „Es waren zwei Trikots für zwei Mitarbeiter. Wir ließen die Anti-Korruptionsstelle prüfen, ob die T-Shirts angenommen werden können. Damit nicht der Fall der Befangenheit einstehen kann, spendeten wir die Trikots für soziale Zwecke."

1860-Trikots: Ein Streifzug durch die Jahre

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J. Welte

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