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Affenpocken-Impfung: Auftakt in München - StiKo-Empfehlung für bestimmte Gruppen

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In einer ersten Tranche stehen Bayern 4.400 Impfdosen gegen das Affenpockenvirus zur Verfügung. Der Startschuss fiel in München.

München - Bayern hat mit der Impfung gegen die Affenpocken begonnen. Im Münchner Universitätsklinikum rechts der Isar wurden am Donnerstagabend die ersten Menschen geimpft, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag (8. Juli). „Weitere Impfungen in anderen Regierungsbezirken können ab nächster Woche starten.“

Der Bund hatte am Donnerstagabend die ersten Impfdosen des bayerisch-dänischen Herstellers Bavarian Nordic geliefert. „In der ersten Tranche stehen uns nun rund 4.400 Impfdosen zur Verfügung“, sagte Holetschek. Man arbeite mit Hochdruck an der bayernweiten Verteilung. „Die Impfungen gegen das Affenpockenvirus werden in Schwerpunktpraxen und Klinikambulanzen der HIV-Versorgung und HIV-Prävention (PrEP) durchgeführt.“ Am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht ein Grundsatzurteil zur Affenpocken-Quarantäne eines Münchners gesprochen.

StiKo-Empfehlung zum Affenpockenvirus: Risikogruppen sollten sich impfen lassen

Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Das Virus ruft meist milde Symptome hervor, die gewöhnlich innerhalb weniger Wochen verschwinden. Es kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. In Deutschland registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand vom Freitag 1490 Infektionen von Affenpocken.

Hubschrauber in Muc
Am Klinikum rechts der Isar wurde mit der Impfung gegen das Affenpockenvirus begonnen. © imago/stl

Die eigentlich seltene Virus-Erkrankung, von der weltweit zuletzt mehrere Tausend Fälle nachgewiesen wurden, überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch. (lks/dpa)

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