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Rrrumms! Dieser Kamin ist Geschichte!

München - Ein lauter Knall, ein paar Sekunden freier Fall von tonnenweise Steinen, Mörtel und Staub, dann war der 55 Meter hohe Agfa-Schornstein Geschichte.

Am Mittwoch um 14 Uhr fiel der Kamin exakt so in sich zusammen, wie Sprengmeister Eduard Reisch es sich vorgestellt hatte. „Krater-Edi“ Reisch war 2008 für die spektakuläre Sprengung des Agfa-Hochhauses verantwortlich. 15 000 Menschen sahen damals zu, 150 Kilo Sprengstoff waren nötig. Für den Kamin reichten 2,5 Kilo Sprengstoff und eine akribische Vorbereitung aus: „Wir haben am Dienstag die Fallschlitze in den Kamin geschlagen, damit er exakt in die gewünschte Richtung fällt“, erklärt Reisch der tz. Nämlich nach Westen, auf eine freie Baustellenfläche.

Bilder: Agfa-Kamin in Giesing gesprengt

Giesing: Agfa-Kamin gesprengt

Am Mittwochmorgen wurden dann die 30 Bohrlöcher mit Sprengstoff geladen und der komplette Turm mit Flies und Maschendraht ummantelt, ­damit keine Gesteinsbrocken unkontrolliert herunterfallen. Im Umkreis von 90 Metern durfte sich zur Sicherheit trotzdem niemand aufhalten. Straßen wurden nicht gesperrt, auch Anwohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. „Es ist alles nach Plan verlaufen“, sagt Reisch. „Es ist immer wieder toll, ein statisches Bauwerk in einen so dynamischen Zustand zu bringen“, schwärmt er. Auf dem Gelände in Giesing wird jetzt ein neues Wohngebiet entstehen.

Bilder: So verlief 2008 die Sprengung des Gebäudes

Die größte Sprengung in der Geschichte Münchens

Simone Herzner

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