Airport-Mitarbeiter helfen: 100 000 Euro für Erdbebenopfer

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Istanbul - OB Christian Ude hat am Wochenende mit seiner SPD-Delegation einen Riesenscheck nach Istanbul gebracht - für die Erdbebenopfer der anatolischen Stadt Van.

Als OB Christian Ude am Wochenende nach Istanbul reiste, um seinen Amtskollegen Mustafa Sarigül in der Stadtgemeinde Sisli zu besuchen, kam seine kleine SPD-Delegation nicht mit leeren Händen. Im Gepäck von Orhan Kurtulan, Personalrats- und Aufsichtsratsmitglied der Münchner Flughafen GmbH (FMG), befand sich ein Riesenscheck. Tausende Airport-Mitarbeiter, „die aus 43 Ländern stammen“, wie Kurtulan betont, hatten großzügig für die Erdbebenopfer der anatolischen Stadt Van gespendet. 100 000 Euro kamen zusammen, auch durch erkleckliche Beiträge aus der Geschäftsführung. Durch SPD-Stadtrat Yashar Fincan, der die Türkeireise organisierte, wurde Kurtulan auf die tatkräftige Unterstützung des Katastrophengebiets durch Sarigül aufmerksam gemacht. Als eine der wohlhabendsten Kommunen des Landes habe Sisli eine besondere Verantwortung, sagt der Bürgermeister. Seine Hilfsorganisation will ein erdbebensicheres Haus für Lehrer in der zerstörten anatolischen Stadt aufbauen. Sarigül: „75 Lehrer sind gestorben – an jeden von ihnen wird in unserem Projekt erinnert. Das Haus bekommt 75 Zimmer, die ihre Namen tragen.“ Er versprach Kurtulan, die Spender von der FMG regelmäßig über den Baufortschritt zu unterrichten. Ude betonte: „Städtefreundschaft hat immer etwas mit Solidarität zu tun“. Er und Sarigül unterzeichneten feierlich eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit. Die versprach auch Dieter Reiter weiterzuführen, der Ude im Amt des Oberbürgermeisters nachfolgen will. Unser Bild zeigt (v. l.) OB Ude, Mustafa Sarigül, Orhan Kurtulan und Dieter Reiter.

tz

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