Aktion von Radio Arabella und tz

München beichtet! Haben Sie schon mal ins Becken gebieselt?

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Das Arabella-Team Karolina und der Wetterhuber.

München - Die tz und Radio Arabella starten die große München-Beichte! Hier sind Sie, liebe Leser, gefragt! Verraten Sie uns ihre kleinen Sünden!

Jeder tut’s – aber keiner spricht darüber. Es geht um die kleinen Sünden, die einem peinlich sind. Die Dinge, die man – wenn überhaupt – nur dem besten Freund oder der besten Freundin verrrät. Haben Sie beispielsweise schon mal Büromaterial aus der Arbeit mitgehen lassen? Beim Autofahren SMS geschrieben? Oder hatten sie schon mal ein Techtelmechtel mit einem Kollegen?

Um diese pikanten Fragen geht es jetzt bei der großen München-Beichte von der tz und Radio Arabella. Hier sind Sie, liebe Leser, gefragt! Verraten Sie uns ihre kleinen Sünden! Damit die Beichten auch wirklich ehrlich sind, können alle Münchner auf dieser Seite anonym mitmachen: Füllen Sie einfach den Fragebogen unten im Artikel aus. 

Ab 16. März erfahren Sie dann alle Ergebnisse von Münchens größter Beichte in unserer Zeitung und in Radio Arabella.

Freilich verraten auch die Moderatoren der Arabella-Morgensendung ihre kleinen Geheimnisse. „Vergangenes Jahr gab’s ja schon die Bettenbeichte, die ist super angekommen. Wir sind gespannt, was diesmal rauskommt“, sagen Karolina und der Wetterhuber und ergänzen. „Es wird eine einmalige, noch nie dagewesene Umfrage. Schauen wir mal, was die Münchner so für Leichen im Keller haben …“

Auch Prominente werden die Hosen runterlassen – seien Sie gespannt! Je mehr Münchner bei der großen Aktion mitmachen, desto besser. Das Beste: Sie fühlen Sich nach der Beichte erwiesenermaßen besser, wie die Psychologin Sigrid Sonnenholzer erklärt.

Wer die Wahrheit sagt, wirft Ballast von der Seele

Frau Sonnenholzer, warum fällt es uns so schwer, kleinen Sünden zuzugeben?

Psychologin Sigrid Sonnenholzer: Jeder von uns hat ein Wertesystem verinnerlicht, das uns die Eltern und die Gesellschaft auferlegt haben. Wenn etwas nach diesen Kriterien nicht in Ordnung ist, schämen wir uns vor uns selbst, vor allem, wenn es sich dabei um vermeintlich niedere Triebe handelt.

Ein Beispiel?

Sigrid Sonnenholzer: Wenn wir jemanden aus Neugier belauscht haben. Dann natürlich bei sexuellen Themen. Oder wenn wir nachts heimlich naschen oder entgegen dem Vorsatz wieder geraucht haben … Es gibt Themen, die erzählt fast niemand überall rum – und genau dadurch werden sie zu einem noch größeren Tabu.

Sie arbeiten auch als Paartherapeutin. Welche Themen sind zwischen Partnern tabu?

Sigrid Sonnenholzer.

Sigrid Sonnenholzer: Wenn das Paar noch nicht allzu lange zusammen ist, verschweigt man oft Dinge, die man nicht unter Kontrolle hat. Zum Beispiel das eigene Körpergewicht, wenn man zu viel Alkohol trinkt oder oft in der Nase bohrt … Oft bleibt auch geheim, wie viele Ex-Partner man hatte– oder dass man Erinnerungsstücke aus alten Beziehungen behalten hat. Viele Menschen verheimlichen Details aus der Vergangenheit. Zum Beispiel, dass der Vater Alkoholiker war oder dass man ein dickes Kind war. Dabei wäre es gerade hier sehr wichtig, darüber zu reden.

Warum?

Sigrid Sonnenholzer: Viele Dinge aus der Vergangenheit beeinflussen uns unterbewusst jetzt noch. Wenn der Partner etwa wüsste, dass man als Kind gehänselt wurde, dann versteht er, warum wir heute bei ähnlichen Themen sofort an die Decke gehen.

Gibt es Dinge, die wir nicht beichten sollten?

Sigrid Sonnenholzer: Einmalige Seitensprünge, die die Beziehung nicht gefährden. Hier geht es dem Fremdgänger oft nicht um die Beziehung, sondern nur darum, sich zu erleichtern. Aber mit den Gewissensbissen muss der Fremdgänger schon selbst klar kommen …

Beichten kann aber auch sehr sinnvoll sein …

Sigrid Sonnenholzer: Aber ja! In der katholischen Kirche bringt sie einem sogar die Absolution, das heißt, die Sünden werden durch das Schuldbekenntnis komplett vergeben. Aber auch im Alltag erleichtert das Beichten immens. Man muss sich vorstellen: Das Getane lastet wie Ballast auf der Seele. Indem es den Körper verlässt, also indem man es ausspricht und teilt, wird der Ballast geringer. Wer kleine Sünden wie bei der Aktion München-Beichte erzählt, erfährt außerdem oft Zuspruch. Die meisten reagieren locker und erzählen, dass ihnen so etwas auch schon passiert ist. Das entlastet das Gewissen. Also raus damit!

nba

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