Polizei hat wichtige Tipps

Alarm in München: Einbrecher immer brutaler!

München - In München steigt die Zahl der Einbrüche. Die Ganoven gehen dabei immer brutaler vor. Jetzt bittet die Polizei die Bevölkerung um Hilfe und hat dafür ein paar wichtige Tipps.

Was sind das für Einbrecherbanden, die keine Konfrontation mit Bewohnern mehr scheuen und sogar vor Mord nicht mehr zurückschrecken? Das fragt sich auch die Münchner Polizei, die in der vergangenen Woche in Planegg zwei rumänische Killer festnahm. Die beiden hatten bei Einbrüchen in Österreich eine Arztwitwe (83) getötet und einen Rentner (80) schwer verletzt. Am Montag baten Münchens Vize-Polizeipräsident Robert Kopp und Kriminaldirektor Thomas Fichtner im Hinblick auf die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen die Bevölkerung um Hilfe.

Von Oktober bis Ende Dezember des vergangenen Jahres kam es in Stadt und Landkreis zu 418 Wohnungseinbrüchen (plus 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 40 Prozent der Einbrüche blieben im Versuchsstadium stecken. Schwerpunkte in bestimmten Vierteln gab es nicht.

Kopp: „Es gelingt uns fast immer, in Minutenschnelle mehrere Polizeifahrzeuge vor Ort zu haben. Oft treffen wir die Täter sogar noch an. Voraussetzung ist, dass die Bürger sofort den Notruf 110 anrufen, wenn ihnen auch nur das Geringste komisch vorkommt.“ Das kann ein fremdes Auto in der Straße oder ein ungewöhnliches Geräusch sein. Und eben auch fremde Leute, die unter fadenscheinigen Vorwänden läuten und/oder betteln. Nur eines sollte man niemals tun: „Lassen Sie sich niemals auf einen Kampf mit Einbrechern ein. Die meisten Täter fliehen sofort, wenn sie gestört werden. Lassen Sie sie laufen.“

Einbruchsopfer erleiden neben dem materiellen Verlust oft schwere seelische Folgen. Manchmal ist die Angst sogar so groß, dass Menschen ihre Traumwohnung aufgeben und umziehen müssen.

Dorita Plange

Die wichtigsten Tipps der Polizei

Schließen Sie die Wohnungstür richtig ab, wenn Sie das Haus verlassen. Eine lediglich ins Schloss gezogene Tür hebelt ein Profi in etwa 20 Sekunden auf.

Programmieren Sie Zeitschaltuhren für Licht in der Wohnung und auf der Terrasse.

Im Verdachtsfall: Überlegen Sie nicht lange, ob Sie den Polizei-Notruf 110 rufen sollen oder nicht. Tun Sie’s einfach. Sofort!

Rufen Sie auch die Polizei, wenn Sie Leute in Autos sehen, die Häuser beobachten.

Machen Sie ein Date aus mit RoSi, den Rollenden Sicherheitsberatern der Münchner Polizei. Im Beratungsbus erfahren Sie, welche Türen, Fenster und Videoanlagen wirklich sinnvoll sind. Die Beamten kommen (nach Anmeldung unter Tel. 2910-3430) auch zu Ihnen nach Hause. Heute steht der Bus an den Pasing-Arcaden (10 bis 13 Uhr) und am PEP Neuperlach (14 bis 17 Uhr).

Rubriklistenbild: © dpa

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