Zweimal versucht - doppelt gescheitert

Albaner will mehrmals mit falschen Papieren ausreisen

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Ein Beamter der Bundespolizei prüft einen Pass.

München - Obwohl er in Deutschland Asyl beantragt hat, versucht ein 31-jähriger Albaner, von München über Casablanca nach Montreal auszufliegen. 

Ein albanischer Staatsangehöriger hat innerhalb kürzester Zeit zweimal versucht, mit falschen Pässen aus Deutschland auszureisen. Dabei ist er doppelt an den Kontrollen der Bundespolizei gescheitert. Trotz Asylantrags muss er nach Albanien zurück. 

Der 31-jährige Albaner versuchte am Montag über den Flughafen München Richtung Casablanca auszureisen. Bei dem vorgelegten italienischen Reisepass hegten die kontrollierenden Beamten Zweifel. Völlig zurecht, wie sich herausstellte: der Pass war gefälscht. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden die Bundespolizisten erneut fündig: Außer einem gefälschten italienischen Führerschein konnten sie auch noch einen Anschlussflug von Casablanca nach Montreal feststellen. 

Für den Reisenden kam es aber noch dicker. Die Überprüfung seiner Fingerabdrücke ergab, dass der Albaner bereits Anfang November von der Bundespolizei in Weil am Rhein wegen genau diesem Delikt bereits angezeigt worden war. Er hatte dort Asyl beantragt, hatte sich jedoch nie in einer Aufnahmeeinrichtung gemeldet. 

Diese Masche versuchte er jetzt wieder, der Antrag wurde aber als unbegründet abgewiesen. In der Vernehmung gab der 31-Jährige an, er habe beim ersten Mal die falschen Ausweise in Rom von einem Mann für 1.500 Euro gekauft. Bei der gleichen Person habe er für die jetzt benutzten falschen Papiere nochmal 3.000 Euro bezahlt. 

Mit einer Anzeige wegen Urkundenfälschung im Gepäck und Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von knapp 400 Euro musste der Osteuropäer die Heimreise nach Tirana antreten.

mm/tz

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