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Albtraum nach Examen: Arbeiten weg, Studenten verzweifelt

Albtraum für bayerische Studenten im Staatsexamen: Ministerium verschlampt Prüfungen

Mit Abstand sitzen junge Leute an Tischen um eine Abschlussprüfung abzulegen.
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Examen in Corona-Zeiten: Mit Abstand haben die Abschlussprüfungen in Bayern stattgefunden (Symbolfoto).

Sie haben wochenlang gelernt und sich auf ihre Prüfung vorbereitet und Klausuren geschrieben - jetzt der Alptraum. Das Kultusministerium hat intensive Nachforschungen angestellt, aber ohne Erfolg.

  • Studenten erleben nach dem Examen einen Alptraum.
  • Das Kultusministerium hat Klausuren verschlampt.
  • Das Bedauern ist groß, doch die Entschuldigung nützt den Betroffenen wenig.

München - Bereits am 11. Februar hatte das Staatsexamen im Fach Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattgefunden. Nun hat sich das Ministerium entschuldigt. „Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Arbeit verloren gegangen ist“, schreibt die Studiendirektorin per Brief an die Studenten: „Wir haben intensive Nachforschungen angestellt, die bedauerlicherweise erst jetzt abgeschlossen werden konnten.“ Das Problem: Offensichtlich hatte die Außenstelle des Prüfungsamtes an der Uni die Arbeiten „nicht im Verwaltungssystem für die Erste Staatsprüfung erfasst“, erklärt die Studiendirektorin, „weshalb der Verlust bedauerlicherweise erst bei den zentralen Abschlusskontrollen zum Prüfungstermin im Frühjahr 2020 aufgefallen ist.“

„Ihre Arbeit ist verloren gegangen“

Auf tz-Nachfrage bestätigt die Pressestelle des Kultusministeriums den Fall. Demnach sind sieben angehende Lehrer betroffen. Sprecher Daniel Otto betont, es habe sich bei den Prüfungen „um einen vorgezogenen Teil der Ersten Staatsprüfung bzw. um Wiederholungen zur Notenverbesserung“ gehandelt. „Daher ist durch die verlorenen Klausuren im Fach Erziehungswissenschaften bei keinem der Kandidatinnen und Kandidaten die Zulassung zum Vorbereitungsdienst gefährdet.“ Sie müssen die Prüfungen nun allerdings wiederholen: Entweder an einem vom Ministerium speziell anberaumten Termin am 30. Oktober – oder aber im nächsten Prüfungszeitraum, der erst Mitte Februar 2021 stattfinden wird.

„Da wurde leider richtig geschludert“, sagt eine Teilnehmerin, die aus Angst vor möglichen Konsequenzen im Staatsdienst anonym bleiben möchte. „Uns gegenüber hat niemand Verantwortung für diesen Fehler übernommen.“ Sprecher Daniel Otto sagt hingegen: „Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich und haben deshalb bereits für die zukünftigen Prüfungen die Einführung einer zusätzlichen Kontrollstufe in die Wege geleitet.“

Beim Staatsexamen für die angehenden Englisch-Lehrer ist es 2016 zu einer Panne gekommen.

Kurz vor dem Deutsch-Abitur stahlen Unbekannte in Bamberg die Abi-Aufgaben. Das hatte Folgen in ganz Bayern. Die Polizei durchsuchte Häuser. Dann eine drastische Wende.

Dieses Semester ist ungewöhnlich für Bayerns Studenten: Wegen der Corona-Krise studieren sie vor allem über das Internet. Auch die Prüfungen werden, wie Merkur.de* berichtet, anders als normal ablaufen. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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