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Alfons Schuhbeck: Ungenannte Investoren retten ihn vor Insolvenz - wer steckt dahinter?

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Von: Christina Meyer

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Alfons Schuhbeck am Platzl: Drei seiner Betriebe sind gerettet
Alfons Schuhbeck am Platzl: Drei seiner Betriebe sind gerettet © Marcus Schlaf

Die Marke Schuhbeck ist gerettet! Investoren wollen die Firmen des insolventen Starkochs übernehmen und einen Großteil der Mitarbeiter weiterbeschäftigen - auch Schuhbeck selbst.

München - Weniger als vier Wochen ist es her, dass das Insolvenzverfahren für die Schuhbeck-Firmen eröffnet wurde - bereits zum 1. November wird eine ungenannte Investorengruppe die Südtiroler Stuben am Platzl, den Partyservice und den Gewürzhandel übernehmen. Von den 120 Mitarbeitern sollen 90 weiter beschäftigt werden. „Es ist ein großer Erfolg und Grund zur Freude für alle Beteiligten, dass es trotz der erschwerten Rahmenbedingungen nunmehr gelungen ist, eine Fortführungslösung zu finden“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig. Schuhbeck selbst war für ein Statement am Dienstag nicht erreichbar.

Wer die geheimnisvollen Investoren sind, ist noch nicht bekannt. Was allerdings feststeht: Auch Schuhbeck selbst werden die ungenannten Investoren nicht aus dem Unternehmen verbannen - im Gegenteil. „Seine Person und seine Marke waren und sind auch in Zukunft Basis der geschäftlichen Aktivitäten der nun übertragenen Gesellschaften“, erklärt Liebig. Es habe in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit potenziellen Investoren gegeben - die Lösung, weiter mit Schuhbeck zu arbeiten, sei favorisiert worden.

Schuhbeck-Insolvenz: Orlando bleibt allerdings für immer geschlossen

Die Investoren wollen die Schuhbeck-Firmen in einem neuen Unternehmen fusionieren, der Schuhbeck’s Company GmbH. Schuhbecks zweites Restaurant Orlando am Platzl 4 in München* allerdings ist bereits geschlossen - und bleibt es auch. Das fünfgeschossige Eckhaus gehört seit 1997 der Messerschmitt Stiftung. Die widerspricht Medienberichten, denen zufolge Gastronom Ulrich Springer (u.a. Café Reitschule) das Lokal übernimmt: „Es steht noch kein neuer Pächter fest“, hieß es auf Anfrage.

Im Juli hatte Schuhbeck seine Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben und ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen dafür verantwortlich gemacht. Allerdings war die finanzielle Lage seines Firmengeflechts schon Jahre vor Corona sehr schwierig, wie aus den im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsberichten bis 2016 hervorgeht. Gegen den Starkoch laufen zudem seit Längerem Steuerermittlungen, wie der Gastronom eingeräumt hat. Außerdem geht das Bundesamt für Justiz gegen Schuhbeck vor, weil er für seine Firmen seit 2016 keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht hat. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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