Tragische Unglücke: Alkohol ist lebensgefährlich

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Die Gefahren von Alkohol werden oft unterschätzt

München - Betrunkene sind nicht mehr Herr ihrer Sinne, werden unberechenbar und riskieren Dinge, die sie ihr Leben kosten können. Die tragischen Un­glücke vom Osterwochen­ende zeigen wieder einmal, dass zu viel Alkohol lebensgefählich ist.

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Im Rausch werden viele Menschen aggressiv – und das ist der Grund, warum es immer mehr Disco-Schlägereien gibt. Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer schlägt deshalb Alarm und will Wodka nach Mitternacht verbieten. Die Statistik gibt ihm recht: Heute gibt es mehr als doppelt so viele Straftaten unter Alkohol-Einfluss wie vor zehn Jahren.
Wie tückisch Alkohol ist, darüber sind sich vor allem Jugendliche nicht klar. Aber auch Erwach­sene kennen ihre Grenze nicht, werden im Rausch aggressiv und waghalsig – und registrieren das selbst gar nicht, weil der Alkohol bis zu 1 Promille in Hochstimmung versetzt. Setzt man sich betrunken hinters Steuer, ist man statistisch zu 80 Prozent risikobereiter als nüchtern.

Schon ab 0,2 Promille bekommt man einen leichten Tunnelblick. Mit 0,5 Promille geht die Sehfähigkeit um 25 Prozent zurück, die Reaktionszeit steigt auf das Doppelte. Ab 0,8 Promille macht man drei Mal so viele Konzentrations- oder Reaktionsfehler wie nüchtern. Zwischen 1 und 2 Promille steigert sich die Enthemmung, die Kritikfähigkeit ist futsch. Am Lallen und Schwanken merken jetzt auch die anderen, dass etwas nicht stimmt. Mit 2 Promille spricht der Mediziner vom Betäubungsstadium, in dem es zu Filmrissen kommen kann. Ab 3 Promille wird es lebensgefährlich: die Betroffenen atmen nur noch schwach, haben keine Reflexe mehr und merken es nicht, wenn sie zum Beispiel unterkühlen.

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