Industriestandort & Erholungsgebiet

Allach

Nach Angaben des Künstlers Carsten Kruse ist dies Deutschlands buntestes Haus
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Nach Angaben des Künstlers Carsten Kruse ist dies Deutschlands buntestes Haus und steht in Allach

Der Münchner Stadtteil Allach ist bedeutender Wirtschaftsstandort und Naherholungsgebiet an der Würm zugleich. Was es im „Wald am Wasser“ zu entdecken gibt und welche Besonderheiten das Viertel ausmacht.

Allach – „Wald am Wasser“ bedeutet der Name dieses Münchner Stadtteils. Eine passende Bezeichnung, denn Allach mit seinen großen Wäldern liegt an der Würm. Doch es gibt noch eine zweite Seite des Viertels: Allach ist auch ein Industriegebiet. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Der Stadtteil Allach in München: Lage, Bezirk und Geschichte

Allach befindet sich im Nordwesten von München. Der Stadtteil erstreckt sich bis zur Stadtgrenze im Norden. Angrenzende Städte dort sind Karlsfeld und Ludwigsfeld. Im Osten von Allach liegt Feldmoching, im Westen Langwied. Im Süden grenzt das Viertel an Obermenzing und Untermenzing. Zusammen mit Untermenzing bildet Allach den Stadtbezirk 23, der laut Stand 2020 über 34.000 Einwohner zählt.

Der Stadtteil Allach gehörte landwirtschaftlich und politisch gesehen lange Zeit eher zu Dachau. Als allerdings im Jahr 1803 das Landgericht der Stadt München neu errichtet worden ist, wurde Allach zum Landgerichtsbezirk München gezählt. 1818 entwickelte sich der Ort zur selbstständigen Gemeinde. Die erste urkundliche Erwähnung Allachs als „Ahaloh“ – Stadt am Wasser – fällt zurück ins Jahr 774. Damit ist Allach eine der ältesten Gemeinden mit einer langen Geschichte. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie München – Ingolstadt kam es, dass sich in Allach ein bedeutender Industriestandort bildete. Am 1. Dezember 1938 wurde der Stadtteil Allach schließlich nach München eingemeindet. Während des Zweiten Weltkrieges blieb das Viertel größtenteils von Bombenschäden verschont.

Der Stadtteil Allach als Industriegebiet

Allachs Industriefläche umfasst 200 Hektar. Damit hat das Viertel die höchste Gewerbeflächenballung des Stadtgebietes. Eines der ersten Unternehmen, das den Stadtteil Allach als Standort für seine Fabriken wählte, ist der Lokomotivenbauer KraussMaffei. Heute trägt er den Namen KraussMaffei Technologies. Er ist im Bereich Maschinenbau tätig. Der Konzern MTU stellt Turbinen her und das sowohl für die zivile als auch die militärische Luftfahrt. Zur MTU Aero Engines AG gehört auch ein Museum. Hier können sich Besucher historische Triebwerke ansehen und sich darüber informieren. Zusammen mit MAN stellen diese beiden Unternehmen beinahe drei Viertel der Arbeitsplätze im Stadtteil. Bei MAN handelt es sich um die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, die LKWs und Busse herstellt und trotz ihrer eigentlichen Beheimatung in den Nachbarstädten ihren Hauptsitz in München hat.

Der Stadtteil Allach als Erholungsort

Mit dem Allacher Forst hat Allach ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der Wald umfasst ein Gebiet von circa einem Quadratkilometer. Für Menschen, die sich für Vegetation interessieren, hat er einiges zu bieten. Zum Beispiel finden sich hier folgende Bäume:

  • Linden
  • Fichten
  • Eichen
  • Bergahorn
  • Bergulmen
  • Eschen
  • Föhren

Neben Bäumen lassen sich zahlreiche Blumen entdecken, vom Buschwindröschen bis zur Schlüsselblume. Außerdem sollen im Forst über 300 Pilzsorten wachsen. Im und um den Allacher Forst kann man ausgiebig spazieren und wandern.

Der Stadtteil Allach – Sehenswertes und Besonderheiten

Im Zentrum des Stadtteils Allach steht die Kirche St. Peter und Paul. Teile des beeindruckenden Bauwerks stammen noch aus dem Jahr 800. Das Allacher Schloss ist zwar nicht für Besucher geöffnet, stellt allerdings aufgrund seiner schönen Lage im halbbewaldeten Gebiet ein geschätztes Ziel für Spaziergänge dar. Ein anderes interessantes Gebäude ist die Vorstadtvilla am Zum Schwabenbächl 55. Mit ihrem Erkerturm erinnert sie an eine Burg. Am Oertelplatz hat der Malermeister Franz Rebl seinen Firmensitz. Zusammen mit dem Künstler Carsten Kruse hat er sein Haus in das bunteste des Allacher Stadtteils verwandelt. Ländliche Idylle findet man im historischen Ortskern. Hier stehen entlang der Würm noch rustikale Einfamilienhäuser neben vereinzelten Bauernhöfen. Das gesamte Gebiet steht unter Denkmalschutz.

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