In München-Allach

Cyber-Angriff auf Krauss-Maffei-Group: Mitarbeiter arbeiten jetzt eingeschränkt

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Die Krauss-Maffei-Group in München-Allach greift nach einer Cyber-Attacke zu Vorsichtsmaßnahmen.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art im Münchner Westen. Jetzt ist die Krauss-Maffei-Group in München-Allach von einer Cyber-Attacke betroffen.

Update vom 23. November, 8.40 Uhr: München-Allach, südlich der A99, hier liegt ein Industriegebiet mit berühmten, traditionsreichen Firmennamen: die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann, der Namensvetter Krauss Maffei Technologies, ein Unternehmen, das Anlagen und Maschinen für die Kunststoffindustrie herstellt. Seit Dienstagabend arbeiten die etwa 1800 Mitarbeiter am Standort eingeschränkt; „im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten“. Sämtliche Computer, so der Stand von Donnerstagvormittag, wurden heruntergefahren. Der Grund: „Wir gehen Stand jetzt von einem Cyber­angriff aus“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Schon am Mittwoch hatten wir darüber berichtet. Kunden wie Behörden sowie Sicherheitsdienstleister waren über den Computerausfall informiert worden. Vermutlich wurde die Attacke mit einem Trojaner durchgeführt. Ähnlich wie Tage zuvor auch auf das Klinikum in Fürstenfeldbruck. Dort wurden nach einer Virenwarnung sämtliche 450 Rechner der Klinik ausgeschaltet. Am Dienstag gab es zudem in den Amperkliniken in Dachau und Markt Indersdorf zwischen 2.15 Uhr und 9.35 Uhr massive Computerprobleme. Die Sorge, dass auch hier Hacker dafür verantwortlich waren, zerstreute sich jedoch – es lag an der Hardware. 

Wer steckt hinter den Angriffen? Keine bayerische Ermittlungsbehörde, auch die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg, berichtet von Hintergründen zum Fall Krauss Maffei Technologies. „Mir ist davon bislang nichts bekannt“, sagt der zuständige Oberstaatsanwalt Matthias Huber. Die Cyber-Attacke ähnelt aber dem Angriff auf ein mittelständisches Unternehmen in Rheinland-Pfalz von Anfang November. Hacker legten dort die Firma lahm. Die Bild berichtete, dass möglicherweise nordkoreanische Cyber-Kriminelle den Konzern erpressten, sie würden Bitcoins fordern, die virtuelle Währung. Bei Krauss Maffei arbeitet man derweil mit Hochdruck an der Beseitigung des Problems.

Meldung vom 21.11.: Erneuter Cyber-Angriff: Unternehmen ergreift Vorsichtsmaßnahme

Nach dem Angriff mit einem Computervirus auf das Fürstenfeldbrucker Klinikum gibt es eine erneute Cyber-Attacke im Münchner Westen: Seit Dienstagabend sind alle Rechner der Krauss-Maffei-Group in München-Allach ausgeschaltet. 

„Eine Vorsichtsmaßnahme“, bestätigte ein Sprecher der tz. Behörden und Kunden seien informiert. Das Unternehmen stellt Maschinen und Anlagen für die Kunststoffindustrie her. mc

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