Allacher Sommerbad wird für immer geschlossen!

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Die Kinder hatten auf ein Weiterbestehen des Allacher Bades gehofft.

München - Das Allacher Sommerbad ist nur noch eine schöne Erinnerung für die Wasserratten im Nordwesten:

Wie es aussieht, beschließt der Stadtrat nächsten Dienstag das endgültige Aus für die schon öfter totgesagte Einrichtung.

Die Stadtwerke hatten das zwar idyllisch gelegene, aber renovierungsbedürftige Objekt schon 2003 abgestoßen, es nach Protesten aus der Bevölkerung aber an die Bürgervereinigung Allach Untermenzing bzw. die Bad Allach AG verpachtet. Dieser Vertrag lief Ende 2008 aus; die SWM hatten den Betrieb in dieser Zeit mit rund 108 000 Euro unterstützt.

Am liebsten hätten die Allacher ihr Bad jetzt wieder unter die Fittiche der SWM zurückgegeben. Immer noch findet man es ungerecht, dass die Bäder Maria Einsiedel und Georgenschwaige, die 2003 ebenfalls geschlossen werden sollten, diesem Schicksal entgingen. Wenn sich die Stadt bereit erkläre, jährlich 50 000 Euro Betriebskostenzuschuss zu zahlen und alle größeren Reparaturen zu übernehmen, würde die Bad Allach AG auch ehrenamtlich weitermachen.

Das Wirtschaftsreferat, zuständig für die Stadtweke, hält nichts von solchen Konstruktionen, denn das Sommerbad müsste mit rund vier Millionen Euro saniert werden – das hat ein technisches Gutachten des Baureferates ergeben. Dieser Aufwand wiederum lohne sich nicht, weil die Besucherzahlen zu gering sind. Deshalb der Vorschlag des Referates für den Stadtrat: Bad abreißen und ein frei zugängliches Erholungsgelände an der Würm anlegen. Die Kosten für den Abriss sollen die Stadtwerke tragen.

Eine gute Idee, findet SPD-Fraktionschef Alexander Reissl, auch wenn großes Wehklagen von seiten der CSU zu erwarten sei. Deren Fraktionschef Josef Schmid hatte sich früher selber für das Bad in seinem Stadtteil Allach engagiert. Er hatte den Antrag gestellt, die SWM sollte das Sommerbad wieder übernehmen.

Reissl hingegen sieht in der nochmaligen Reduzierung der Besucherzahlen im Sommer letzten Jahres auf 28 000 – „obwohl sie einen Monat länger geöffnet hatten“ – als überzeugendes Argument für die Schließung des Allacher Sommerbades: „Die Leute gehen alle zum Lußsee zum Schwimmen.“ 35 000 Besucher müsste das Bad haben, um wirtschaftlich betrieben werden zu können.

bw.

Quelle: tz

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