Trachtenverein will auf Schildern informieren

Alte Häuser-Namen sollen wieder zu Ehren kommen 

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Infos zum Carlhäusl: Hans Menzinger mit Schild.

Insgesamt 39 Häuser in Untermenzing standen bereits im Jahr 1812 oder früher. Meist waren sie unter Hausnamen wie Grandl-, Sattler- oder Kaiserhof bekannt. Damit diese alten Namen nicht in Vergessenheit geraten, will der Heimat- und Volkstrachtenverein „D’Würmtaler“ auf Tafeln vor den Häusern an sie erinnern. Der Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing unterstützt dieses Vorhaben. Nun müssen auch die Hauseigentümer noch mitziehen.

Das Vorhaben erstreckt sich über ganz Menzing, weshalb sich der in Obermenzing ansässige Verein auch an den BA des 23. Stadtbezirks gewendet hat. „Wir haben alle Eigentümer angeschrieben, erste positive Rückmeldungen haben wir bereits bekommen“, sagte der Vereinsvorsitzende Hans Menzinger in der jüngsten BA-Sitzung. Wo Einverständnis besteht, will der Verein im Sommer Tafeln anbringen, die auch kurz auf die Geschichte der alten Gebäude eingehen.

Menzinger hatte ein Beispielschild mitgebracht. Das „Carlhäusl“, so steht darauf, ist das „letzte bestehende Tagelöhnerhaus im Würmtal. Erbaut 1726 durch Carl Fruehe aus Abbruchmaterial der gegenüberliegenden herzogl. Tuchmanufaktur von 1682 auf deren vormaliger Walch. Bekannte Hausnamen: 1760 Carl-Häußl, 1810 Oberschneider, 1861 Hartl. Von 1905 bis 1974 Würmbad mit Minigolfanlage. 1995-1998 Renovierung durch den Trachtenverein ,D’Würmtaler Menzing‘ e.V. Seit 1998 Vereins- und Bürgerhaus Carlhäusl.“

„Für alle, die mehr zu den Häusern wissen wollen, werden wir auch noch einen QR-Code anbringen, der zu einer ausführlichen Internetseite führt“, sagte Menzinger. Beim Tag des offenen Denkmals am 9. September sollen die Tafeln offiziell eingeweiht werden. Da die Schilder mit 55 Euro pro Stück nicht ganz billig sind, unterstützt der BA den Verein: Für alle in Untermenzing angebrachten Tafeln stellt er einen Zuschuss in Höhe von einem Drittel der Kosten, maximal jedoch 1000 Euro, in Aussicht.

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