Schlechte Aussichten

Das Sommerbad in Allach bleibt dicht!

München - Das wird ein Schlag ins Wasser: Das Allacher Sommerbad war für viele Bürger eine Institution im Viertel. Bei der Bürgerversammlung im Sommer hatten sich Anwohner daher wiederholt dafür ausgesprochen, das Bad neu aufzubauen.

 Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrates wird sich nächste Woche mit dem Thema befassen. Die Aussichten sind allerdings nicht gut.

Die Stadtwerke hatten das zwar idyllisch gelegene, aber marode Objekt schon 2003 abgestoßen, es nach Protesten aus der Bevölkerung aber an die Bürgervereinigung Allach Untermenzing bzw. die Bad Allach AG verpachtet. Dieser Vertrag lief Ende 2008 aus; die SWM hatten den Betrieb in dieser Zeit mit rund 108 000 Euro unterstützt.

Das Allacher Sommerbad hat wohl keine Zukunft mehr.

Der Stadtrat hatte dann im Rahmen des Bäderkonzepts beschlossen, das unwirtschaftliche und besucherschwache Sommerbad Allach zu schließen. In den letzten zehn Jahren des Betriebes war die Besucherzahl um mehr als die Hälfte gesunken, während sich die Betriebskosten nahezu verdoppelt hatten. Zudem hätte das Bad dringend saniert werden müssen. Zudem war mit Langwieder See, Lußsee und Birkensee unweit des Bads eines der schönsten und größten Naherholungsgebiete Münchens entstanden. Das Gelände des ehemaligen Allacher Sommerbads ist mittlerweile zum Erholungsgelände umgestaltet worden. Somit wäre ein Freibad komplett neu zu errichten. „Die SWM können diese Kosten nicht rechtfertigen“, teilt ein Sprecher mit.

S. Karowski

Rubriklistenbild: © mzv-mm

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare