Obduktion soll Licht ins Dunkel bringen

Mysteriöser Tod im See: Student ertrinkt nach Unfall

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Am Langwieder See geschah das Todesdrama.

München - Ein Student ist mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Langwieder See. In Obermenzing wird er in einen Unfall verwickelt. Wenig später ertrinkt er beim Baden. Nun versucht die Polizei, die Ursache seines Todes zu klären.

Erst stürzte er mit dem Radl, vier Stunden später starb er im Langwieder See: Der mysteriöse Tod eines 20-jährigen Studenten beschäftigt seit Freitagabend die Münchner Polizei. Ist der junge Mann ertrunken, oder starb er an den Folgen seiner Sturzverletzungen? „Die Obduktion der Leiche wird hoffentlich diese Fragen klären“, sagt Polizeisprecherin Elizabeth Matzinger.

­Zuvor war der Student mit seinem Radl auf der Meyerbeerstraße gestürzt.

Gegen 16.45 Uhr war der Student an der Meyerbeerstraße in Obermenzing verunglückt. Er war zu dieser Zeit mit drei weiteren Freunden auf Fahrrädern auf dem Radlweg Richtung See unterwegs. Kurz vor der Kreuzung mit der Schrämelstraße passiert es. Der rumänische Student und sein georgischer Spezl touchieren sich mit den Rädern. Beide stürzen zu Boden, ziehen sich dabei blutende Schürfwunden und eine Prellung an den Rippen zu.

Anwohner rufen den Rettungsdienst. Ein Krankenwagen kommt, die Männer werden versorgt. Dann wird der Georgier ins Krankenhaus gebracht. Der Rumäne aber verweigert die Fahrt in die Klinik. Anwohner berichten, dass der 20-Jährige schon im Krankenwagen saß und wieder ausgestiegen war. „Er sagte, er wolle selber zum Arzt“, so Polizeisprecherin Matzinger.

Tatsächlich aber radelt der junge Mann gegen 19 Uhr mit den zwei unverletzten Freunden weiter zum etwa sechs Kilometer entfernten Langwieder See. Gegen 20.45 Uhr beobachten seine Bekannten, dass der Student im Wasser Probleme hat. Sie sehen noch, wie er nach kurzem Fuchteln mit den Armen untergeht. Die alarmierten Rettungskräfte finden den Studenten im Wasser, ziehen ihn ans Ufer. Trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen stirbt er am See.

Schon das dritte Badeopfer

Der Badeunfall am Langwieder See war heuer nicht das erste tödliche Drama, das sich in den Badeseen im Münchner Umland ereignete. Erst Mitte Juni war es zu einem tragischen Unfall am Unterschleißheimer See mit zwei Todesopfern gekommen.

Die Retter bergen am Unterschleißheimer See zwei Menschen.

Eine 23-jährige Polin und ihr Freund (27) starben, nachdem beide am Sonntag, den 15. Juni, im See untergegangen waren. Beide waren Nichtschwimmer. Die Frau hatte etwa 20 Minuten in acht Metern Tiefe auf dem Seegrund gelegen, bevor sie von Tauchern der Wasserwacht geborgen werden konnte. Ihr Freund (27), der ihr zur Hilfe eilte, lag nur unwesentlich kürzer auf dem Seegrund.

Die junge Polin und ihr Freund wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Dort starben beide in den folgenden Tagen.

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