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Stadteil bekommt eine neue Mitte

Nachverdichtung in Allach – ein Fluch oder Segen?

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Am Oertelplatz entsteht Allachs neuer Ortskern. Die Luftaufnahme zeigt den aktuellen Stand beim Bau des Einkaufszentrums „Ever.s“. 

Vor allem in den Stadtrandbezirken spielt auch in diesem Jahr die Nachverdichtung eine große Rolle. Das liegt an den vielen freien Flächen, die es dort zum Teil noch gibt. So auch in Allach-Untermenzing, wo gleich an mehreren Stellen groß gebaut wird.

Allen voran ist hier der Oertelplatz zu nennen, der zum neuen Ortskern Allachs wird. Insgesamt sollen dort neben neun Mehrfamilien- und 25 Reihenhäusern eine Kindertagesstätte, eine P&R-Tiefgarage, ein Stadtteilzentrum und das Einkaufszentrum „Ever.s“ entstehen. Im Frühjahr dieses Jahres soll mit der Herstellung des Bahnhofvorplatzes begonnen werden, im Sommer folgt der Quartiersplatz. Laut aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten am Oertelplatz im Frühjahr 2019 fertiggestellt werden.

Auch auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände wird in diesem Jahr ordentlich gebaut. Bereits im November des vergangenen Jahres war der Spatenstich für das Großbauprojekt, das den Namen „Diamaltpark“ trägt. 750 Wohneinheiten für bis zu 2000 Menschen, drei Kindertagesstätten mit 260 Plätzen und 2600 Quadratmeter Freifläche, Gastronomie, Büros und ein Nachbarschaftstreff sollen auf dem 8,5 Hektar großen Areal an der Georg-Reismüller-Straße entstehen. Im Sommer soll mit den ersten beiden Bauabschnitten an der nordöstlichen Ecke der Ludwigsfelder Straße und entlang der Bahn begonnen werden. Besonders sind an dem Gelände die Industriedenkmäler. Das Kesselhaus wurde bereits privat restauriert und ist bewohnt, die beiden Komplexe der Suppenwürze-Fabrik und des Werkstättengebäudes sollen durch einen Neubau verbunden werden. Die Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Allach-Untermenzing, Heike Kainz (CSU), ist begeistert. „Davon gibt es in München schließlich nicht sehr viele“, sagt die Stadträtin. „Das ist etwas Besonderes.“

Im neuen Wohnquartier an der Gerberau sind die Bauarbeiten derweil weiter vorangeschritten. Der Supermarkt der neuen Siedlung hat bereits eröffnet, und auch die Fertigstellung der Wohnhäuser könnte noch dieses Jahr anstehen. Auf dem Gelände zwischen Bauschinger- und Mannertstraße entstehen insgesamt 290 Wohnungen.

Durch die vielen neuen Wohnungen und die damit steigende Einwohnerzahl ist der Ruf nach einer vierten Grundschule im Stadtteil immer lauter geworden. Und endlich kommt mit dem Bebauungsplan Bewegung in die Planungen, nach welchen die Grundschule westlich der Würm zwischen Theordor-Fischer-Straße und dem Pasinger Heuweg entstehen soll.

Die Machbarkeitsstudie für die Mittelschule an der Franz-Nißl-Straße soll in diesem Jahr erweitert werden. Geklärt werden muss noch, ob es zu einem Neubau kommt und eine Realschule mit integriert wird.

Bei dem geplanten Pflegeheim der Münchenstift GmbH an der Franz-Nißl-Straße wird in diesem Jahr ein Satzungsbeschluss erwartet. Das umstrittene Projekt wird seit Monaten im Stadtteil diskutiert, besonders die Größe missfällt einigen Bürgern. „Das Pflegeheim wird in jedem Fall kommen“, sagt die BA-Vorsitzende Kainz. „Wir brauchen schließlich die Plätze.“ Denn das alte Hans-Sieber-Haus des Münchenstifts an der Manzostraße sei nicht renovierbar. Insgesamt soll es im neuen Gebäude rund 200 Wohn- und Pflegeplätze geben.

Ebenfalls sollen in diesem Jahr die Planungen für das neue Kulturbürgerhaus in Allach-Untermenzing fortschreiten. „Wir sind ein wachsender Stadtteil“, fasst Kainz die Entwicklungen in Allach-Untermenzing zusammen. Da wird wohl das große Bauen noch ein wenig andauern.

von Lisa-Marie Birnbeck

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