Thema im Bezirksausschuss

„Nervtötend“: Anwohner fordern Rückbau von Streetball-Anlage

München - Mit einer Unterschriftensammlung fordern Bewohner der Megerlestraße in Untermenzing die Entfernung einer Streetball-Anlage. Im BA bemüht man sich um einen Kompromiss.

„Die Anwohner fühlen sich nervtötend gestört“, sagte ein Nachbar im Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing. Wegen des Lärms könne er Balkon und Terrasse nicht benutzen. 17 Nachbarn hätten unterschrieben, so der Anwohner, der in der jüngsten Sitzung an die BA-Mitglieder herantrat.

Tagsüber sei die Straße durch Verkehr und Wertstoffcontainer mit Lärm belastet. Abends kämen bis 22 Uhr die Ballspieler hinzu. „Wir wollen, dass das aufhört!“, forderte der Anwohner. Grundsätzlich habe man keinen Konflikt mit den Jugendlichen, denen das Spielen dort rund um die Uhr erlaubt sei – „höchstens mit der Stadt München oder mit Ihnen, weil Sie das befürwortet haben“.

SPD-Fraktionssprecher Fritz Schneller bemühte sich um einen Kompromiss: „Wir sollten alles versuchen, damit das leiser wird“, sagte er, etwa durch einen anderen Bodenbelag. Der BA begrüßte den Vorschlag, bei einem Ortstermin mit Vertretern des Gartenbauamts zu prüfen, wie der Lärm vermindert werden kann.

Dass der BA dafür zu gewinnen ist, die Streetball-Anlage abzureißen, ist unwahrscheinlich. Das Gremium tut viel für die Jugend im Viertel und hat sich jüngst auch für die Einrichtung eines dritten Jugendclubs im Bezirk und für die Wiederaufnahme des Nightball-Angebots eingesetzt. CSU-Mitglied Victor Agerer sagte: „Wenn der Platz wegkommt, treffen sich die Jugendlichen trotzdem, machen Musik und feiern, weil sie die sportliche Betätigung nicht mehr haben.“

Rubriklistenbild: © dpa

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