Stadtteilhistoriker vermutet Massengräber

Suche nach Gräber von NS-Opfern: Ergebnisse im November

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Der Eingang des ehemaligen KZ-Außenlagers Dachau-Allach.

München - Bei der Suche nach möglichen Gräbern von NS-Opfern auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Dachau-Allach sollen im November erste Ergebnisse bekannt gegeben werden.

Das teilte das NS-Dokumentationszentrum in München am Dienstag auf Anfrage mit. Ein Stadtteilhistoriker hatte auf dem Gelände Massengräber vermutet. Daraufhin hatten im Frühjahr Archäologen mit den Grabungen begonnen. Denn auf dem rund 33.000 Quadratmeter großen Gelände im Stadtteil Ludwigsfeld sollen Wohnungen entstehen - zuvor aber wollten die Verantwortlichen klären, was sich im Boden befindet.

Die KZ-Häftlinge des Außenlagers mussten unter anderem für BMW und die Organisation Todt arbeiten, die als militärische Bautruppe dem NS-Regime diente. Bereits in den 1950er Jahren waren auf dem Areal verscharrte Leichen exhumiert und umgebettet worden.

Mit den neuen Grabungen hatte sich auch ein runder Tisch unter Leitung des NS-Dokumentationszentrums in München befasst; beteiligt waren unter anderem das Landesamt für Denkmalpflege, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die KZ-Gedenkstätte Dachau.

Wie es zu Beginn der Grabungen hieß, ging es nicht nur um die Bergung möglicher Gräber, sondern auch um die Reste baulicher Strukturen des KZ-Außenlagers Allach und deren Erhaltung. Außerdem sollte geprüft werden, ob an der Stelle ein Gedenkort entstehen könnte.

dpa

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