Pläne für Areal in Allach

Wohnen statt Gewerbe auf dem Diamalt-Gelände

+
Das Diamalt-Gelände in Allach, hier das alte Kesselhaus.

München - Das Planungsreferat ändert den Flächennutzungsplan für das Areal in Allach – Lokalpolitiker begrüßen dies als „definitive Aufwertung“.

Wohnraum statt Gewerbe: Der Flächennutzungsplan für das Diamaltgelände in Allach soll geändert werden. Das Areal ist ein historischer Ort, seit dem frühen 19. Jahrhundert wurden hier Backpulver, Suppenwürze, Saucenpräparate und vieles mehr hergestellt – bis vor knapp 30 Jahren. Inzwischen gehört der Grund der Isaria Wohnbau AG. Diese will hier Wohnraum schaffen. Der bisherige Flächennutzungsplan sieht jedoch eine vorwiegend gewerbliche Nutzung vor. Dies soll sich nun ändern.

Am vergangenen Dienstagabend stellte Bernd Willer vom Planungsreferat in der Sitzung des Bezirksausschusses (BA) von Allach und Untermenzing einen Entwurf für einen neuen Flächennutzungsplan vor. Der weist den nordöstlichen Teil des Gebietes als Wohngebiet aus. Der westliche Teil soll zur Grünfläche und damit zum Erholungsgebiet werden. Demnächst soll darüber im Stadtrat abgestimmt werden. Stefanie Martin (CSU), die Vorsitzende des Unterausschusses (UA) Planung und Bau, begrüßte den Vorschlag: „Das Konzept wertet den Stadtteil definitiv auf.“

Die Stellungnahme des UA weist die Stadt dennoch darauf hin, sich frühzeitig Gedanken zu einem umfassenden, großräumigen Verkehrskonzept, sowie zur Kinder- und Schulbetreuung zu machen. Wünschenswert sei auch ein Konzept zur Nutzung der „alten Suppenwürze“, welche einen Teil des denkmalgeschützten Industrieensembles der Diamaltwerke ausmache. Dank der entstehenden Grünfläche würde der freie Blick auf diese Wahrzeichen den Identitätscharakter Allachs aufwerten.

Die Vorschläge müssten noch vor dem endgültigen Satzungsbeschluss vorgelegt werden. Eine große Diskussion entwickelte sich im BA bezüglich des Verbleibs einer denkmalgeschützten Mauer entlang der Georg-Reismüller-Straße. „Dieses Problem wird sich sicher im Rahmen des Wettbewerbes zur Gestaltung der Fläche klären“, sagte die Stadträtin und BA-Vorsitzende Heike Kainz (CSU) im Anschluss.

Alexander Gropp

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Sie werden nicht glauben, wer hinter diesen Fassaden lebte
Sie werden nicht glauben, wer hinter diesen Fassaden lebte
Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare