Alle S-Bahn-Züge wieder flott!

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In Sonderschichten arbeiteten die Mechaniker im S-Bahnwerk in Steinhausen

München - Überfüllte und ausgefallene Züge – viele S-Bahnpendler fluchten in den vergangenen Tagen. Doch Kompliment an die Bahn: Dank Sonderschichten sind alle Züge wieder flott.

Schuld waren fehlende S-Bahn-Triebwagen. Doch die S-Bahn hat mit Hochdruck die Fahrzeuge repariert. Jetzt herrscht wieder normaler Betrieb. Eine Bahnsprecherin: „Wir sind wieder mit dem regulären Platz- und Fahrzeugangebot unterwegs.“ Alle Züge fahren demnach wieder in der ursprünglich geplanten Länge.

Notarzteinsätze, Schnee und Eis sowie eine erhöhte Zahl von Triebwagen mit Schäden brachten die ganzen Reparatur- und Wartungspläne der Bahn durcheinander. Bis zu 20 Züge fehlten für die fahrplanmäßigen Einsätze (tz berichtete). Von 238 Triebwagen werden 207 in der Hauptverkehrszeit benötigt. Doch es waren zeitweise nur noch 187 einsatzfähig. Die rund 140 Mitarbeiter im Betriebswerk Steinhausen haben darauf mit großem Engagement und mit Überstunden die Instandhaltungsrückstände abgebaut. Die Bahnsprecherin: „Ermöglicht wurde die schnelle Stabilisierung der Situation durch verlängerte Schichten und Zusatzschichten etwa am letzten Wochenende.“

Ein Problem freilich bleibt: Das 1972 in Betrieb genommene Betriebswerk Steinhausen ist überlastet. Ein Insider zur tz: „Das Werk ist zuletzt Ende der 70er-Jahre auf eine Kapazität von 176 Fahrzeuge erweitert worden – heute sind es 238.“ Dazu kommt: Weil die DB noch keine Entscheidung getroffen hat, ob sie das Reisezugwagenwerk Pasing für Triebwagen ausbaut, müssen in der S-Bahn-Werkstätte seit Jahren nicht nur zusätzlich die Nahverkehrsbaureihen 425 und 426 gewartet werden. Auch die neuen, überaus störungsanfälligen Neubau-Triebwagen für den Fugger-Express nach Augsburg und den Donau-Isar-Express nach Passau kommen zu Wartungs- und Reparaturarbeiten hierher.

Nach Insider-Angaben sind die Abstellflächen schon knapp. Wegen des Platzmangels werden Austauscharbeiten an der S-Bahn, etwa bei defekten Fenstern, inzwischen auf Abstellflächen beim Forschungs- und Technologiezentrum der DB in Freimann durchgeführt.

Karl-Heinz Dix

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