1. tz
  2. München
  3. Stadt

Alle SWM-Manager stehen im Sündenbuch der Steuerzahler

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wo es um Steuerverschwendung geht, da erhebt der Bund der Steuerzahler das Wort.
Wo es um Steuerverschwendung geht, da erhebt der Bund der Steuerzahler das Wort. © dpa

Jedes Jahr im Herbst ist es so weit: Dann veröffentlicht der Bund der Steuerzahler sein berühmt-berüchtigtes „Schwarzbuch“.

Der Inhalt: Gut 100 krasse Beispiele, wie Politiker oder Gemeinden in den letzten zwölf Monaten das Geld der Steuerzahler verpulverten. Diesmal hat’s auch die Stadt München in das Sünden-Buch geschafft. Besser gesagt, die Stadtwerke. Und zwar wegen einer Geschichte, die die tz aufdeckte: die saftige Erhöhung der Manager-Gehälter.

txt

Aufregung um SWM-Managergehälter

50 Prozent mehr Gehalt für Stadtwerke-Chefs

Anfang Mai hatte die tz darüber berichtet, wie der Aufsichtsrat unter OB Christian Ude den SWM-Chefs Kurt Mühlhäuser (64) und seinen vier Kollegen über 50 Prozent mehr Gehalt genehmigte. Allein Mühlhäusers Fixgehalt stieg so von 183 000 Euro im Jahr auf 280 000 Euro. Dazu kommen natürlich noch Zusatzvergütungen. Somit verdient der SWM-Chef nun rund 400 000 Euro jährlich. Seinen Kollegen wurde durchschnittlich eine jährliche Lohnerhöhung von 75 000 Euro genehmigt. Eine Tatsache, über die sich viele Münchner ärgerten.

Letzteres tat auch der Bund der Steuerzahler und betitelt den Geldregen mit der Überschrift „Eine nicht alltägliche Gehaltserhöhung“ in seinem Sündenbuch. Mühlhauser zähle nach seiner Gehaltserhöhung zu den Spitzenverdienern bei städtischen Unternehmen, heißt es. Und: „Folge dieser Gehaltserhöhung ist gleichzeitig ein lukrativer Rentensprung – rund 17 000 Euro pro Monat wird der SWM-Chef nach Ablauf seines Fünf-Jahres-Vertrages an Rente erhalten.“ Der Bund der Steuerzahler bezweifelt, dass die Bürger für diese Erhöhungen „Verständnis haben“ – besonders nach den „Preiserhöhungen bei Erdgas“ und im „Personennahverkehr zum 1. Juli 2008“.

Die Stadt wurde natürlich zu der „öffentlichen Verschwendung“ (so nennt es der Bund der Steuerzahler) befragt. Die Antwort: Die Geschäftsführung der SWM arbeite halt nun einmal erfolgreich, schütte hohe Gewinne an die Stadt aus und biete im Vergleich der Großstadt-Grundversorger die besten Tarife für Strom, Gas und Wasser an. Außerdem behaupte man sich ja im Wettbewerb.

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare