"Munich Calling": Alles zur Partynacht am Ostersonntag

München - „Munich Calling“ – die Stadt ruft Dich! Auf geht’s am Ostersonntag zur größten Party des Jahres im neuraum. Wir verraten, was geboten wird:

Mittlerweile ist es schon so, dass uns die DJs fragen, warum sie denn nicht dabei sind“, sagt Ritschi Distler, einer der Chefs des neuraum-Clubs. „Dann sagen wir: tut uns leid, mehr als 20 eurer Zunft geht nicht, das nächste Mal gerne wieder.“ Es geht um „Munich Calling“, die XXL-Fete, die vor einem Jahr erstmals in dem Super-Club unter dem Zentralen Omnibusbahnhof stieg. Nach dem durchschlagenden Erfolg der letzten „Munich Calling“ im Dezember, die zugleich auch die Geburtstage der Internet-Plattform www.partygaenger.de und des Szene-Magazins Undercover markierte, geht die größte Familienfeier der Münchner Plattendreher zusammen mit partygaenger.de nun in eine neue Runde. Dem Datum gemäß verspricht Distler am Ostersonntag seinen Musikanten neben der Gage auch die eine oder andere Runde Eierlikör. Und Partygaenger.de den Gästen ein angemessenes Shooting vor der Foto-Wall. Die tz stellt die Areas im neuraum und ihre DJs vor.

Die Club-Area

Die Club-Area ist das Herz des neuraums mit bis zu 1000 Partygängern. Bei Munich Calling gibt’s Charts, Party-Mucke und House auf die Ohren – von folgenden Künstlern:

Jens Witzig & Jo Kraus: bekannt aus Milchbar und den Holleschek-Festen. Treten gefühlt immer zusammen auf, was aber angeblich nicht stimmt: „Wir werden gerne mit den Opas aus der Muppetshow verglichen - ganz so schlimm ist es aber auch nicht“ sagt Witzig. „Wir haben beide unsere eigenen Clubabende und Bookings. Und sogar separate Freundinnen.“ Aber in Urlaub fahren sie trotzdem zusammen.

Alex Wright: alter Milchbar-Veteran, seit Anfang des Jahres auch Produzent für das Label Grapevine Grooves. „Das geht mit einer Melodie im Kopf los, mit der du am Rechner spielst, dann nimmst du den ein oder anderen Kollegen dazu, der vielleicht mal ein Instrument gelernt hat, und gehst zusammen ins Studio“ erklärt Mr. Wright seinen Job.

Agent Q: hat mit seinem Kumpel DJ Flore kürzlich das gemeinsame Label Grapevine Grooves gegründet und soeben mit einem Remix-Paket des Iggy Pop-Klassikers Perfect Day, das das gesamte Spektrum der House Music umfassen soll, die erste Veröffentlichung gefeiert.

Nigel Perry: Resident in der 089-Bar. Er weiß deshalb bestens, was die Menge zum Tanzen bringt. Mixt auch mal Bekanntes zum Mitgröhlen in abgefahrene House-Tracks.

Rufus Martin: der Sänger, der schon mit Jean Claude Ades auf Welttournee war, wird beim Munich Calling Abend mit einem Live-Set seiner Beats, Vocals und Vibes ordentlich der Menge einheizen. Das wird sicher einer der Höhepunkte der Nacht.

Nino Schmidbauer: für ihn ist der Reiz an Munich Calling, „dass man da unten kein Netz findet“ – und auch keinen doppelten Boden. Nino ist Resident in der Klangwelt und im 8 Seasons, am Sonntag darf „Barbara Streisand“ in seinem DJ-Set nicht fehlen. Er selbst wird an den Feiertagen wohl einigen Frust verarbeiten müssen, denn schon jetzt befürchtet er, auch dieses Jahr sein Osternest nicht zu finden.

Die Keksdose

Keksdose? Kommt daher, weil das Cafe, das auch tagsüber geöffnet hat, so rund ist wie eine Keksdose, und der Inhalt, zumindest musikalisch, meist nicht minder süß gerät. Auch bei normalem Club-Betrieb trifft sich hier die Deutsch-Pop-Rock-Schlager-Fraktion zum Mitsingen, Chillen und Schunkeln. An dieser Tradition wird auch bei Munich Calling von nachfolgenden Herrn definitiv nicht gerüttelt:

DJ Kneissl: der Koch unter den DJs. Machte früher im Bavarese den besten Schweinebraten nach Italo-Art, hat aber auf DJ umgesattelt und legt seit Jahren regelmässig in der Milchbar, speziell bei Austria Rock, auf.

Muc Mike: Die Keksdose ist sein Revier, MucMike ist Resident im Schatzkästchen des neuraum-Clubs. Was Kneissl für Ösi-Sound, ist MucMike für rheinischen Frohsinn, immerhin spielt er beim Kölner Abend.

Der Salon

Die Elektro-Area des neuraum, mit Lichtobjekten und LED-Installationen ausgestattet. Für den guten Ton sorgen bei Munich Calling:

Tim Kessler: hat seine Homebase zwar in München und spielte bereits im P1, Spielwiese, Registratur, Crux und 8Seasons. Seine Karriere allerdings begann im legendären Mizu Club im kolumbianischen Bogotá.

Luckystar: sein Name ist eng mit Norbert Schmitz’ Blub Club verbunden, den er regelmässig zusammen mit DJ Cambis beschallt. War lange Zeit im Pacha, bevor er im vergangenen Jahr ins Bullit im Optimol wechselte.

Petko: seit über einer Dekade Resident im P1, hat aber im baby! genauso gut gelitten. Als Highlights bezeichnet der Bosnier bisher eine Gala anlässlich der Verleihung der MTV-Awards.

Mette Gür: wer seinen Namen googelt, bekommt als Link erstmal das komplette dänische Königshaus serviert. Eigentlich schade, denn der Resident des Rococo-Clubbings ist einer der umtriebigsten Plattendreher der Stadt.

Carlos Mendes: Chef des Labels „Disko Massaka Records“, das er 2001 in Palma de Mallorca gründete. Dort, in München und Portugal hat er auch eine Reihe erfolgreicher Parties organisiert.

Tune Temptation: hat eine Biographie, von der sein Kollege Blaxtar ziemlich genervt ist. Weil Tune Temptations Karriere vor gut zehn Jahren auf Schulpartys begann, er von dort die Münchner Club-Szene eroberte und unter anderem im Ballhaus, Ostwerk und Nachtgalerie spielte, wo er aufgrund seiner markanten Beats schnell zum House- und Elektro-Resident befördert wurde.

Die Galerie

Die Area trägt ihren Namen aus gutem Grund, durch breite Panoramafenster läßt sich das Geschehen darunter wie aus einer Loge verfolgen. Hier hängen die Freunde von HipHop, Black und R‘n’B, im wahrsten Wortsinn ab: Als Sitzgelegenheiten dienen von der Decke hängende Schaukeln. Den Ton geben folgende Künstler an:

Big Sash: nicht nur DJ, sondern seit Anfang des Jahres auch Club-Besitzer, als er zusammen mit Flo Baier den ehemaligen bash-Club Night in der Maximilianstraße übernahm. Ihm gefällt an Munich Calling besonders, „dass unglaublich viele, wahnsinnig talentierte Münchner Djs eine ganze Nacht lang in ein und demselben Club auflegen.“

Benny Bianco: begann bereits 1993 im zarten Alter von 13 Jahren mit seiner Leidenschaft, dem DJing. Seitdem rockt er Konzerte und Partys in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit seinem Mix aus HipHop, Soul und House. Er findet schnell Kontakt zum Publikum.

Blaxstar: hält nichts von den herkömmlichen DJ-Biographien mit den Geschichten von den Anfängen der Plattensammlung im Kindesalter und von der Privatparty, bei der der DJ ausfiel und man einspringen musste. Stattdessen hat er lediglich einen Leitsatz parat: „Das Ende ist nur der Anfang.”

Thomas Osswald

Die Fakten zur Party:

Location: Munich Calling, neuraum-Club (Arnulfstraße 17, unter dem ZOB)

Datum: Ostersonntag, 24. April, ab 22.30 Uhr mit Open End

Eintritt: 7 Euro 

Anfahrt: Mit der S-Bahn Haltestelle Hackerbrücke, mit der Tram 16, 17 Haltestelle Hopfenpost

Übrigens: Auf der Homepage www.partygaenger.de gibt’s noch bis Samstagmittag, 12 Uhr, zehn mal zwei Tickets für die Party zu gewinnen!

Rubriklistenbild: © partygaenger.de

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