Stadion leuchtet im Burger-Design

Hoppla, was ist denn mit der Arena passiert?

München - Huch, was ist denn mit der Arena passiert? Die Heimspielstätte des FC Bayern und des TSV 1860 München leuchtet in diesen Tagen in merkwürdigen Farben. Was steckt dahinter?

Wer in diesen Tagen abends und nachts im Münchner Norden auf den Autobahnen A99 oder A9 unterwegs ist oder sich anderweitig in Fröttmaning bewegt, dem bietet sich ein ungewohntes Bild: Die Allianz Arena, Heimspielstätte des FC Bayern und des TSV 1860 München, erstrahlt nicht in den gewohnten Farben Weiß, Rot oder Blau, sondern in einem auf den ersten Blick merkwürdig anmutenden Design.

Bei genauerer Betrachtung lässt sich im Farbenspiel der 2014 neu installierten LEDs ein virtueller Riesenburger erkennen - und dahinter steckt eine neue Werbekampagne. McDonald's nutzt als erstes Unternehmen die neuen Marketingmöglichkeiten der Arena - für seinen neuen Bio-Burger, der ab 1. Oktober verkauft wird.

Das "Stadion-Raumschiff", von vielen auch als "UFO (Unbekanntes Flugobjekt)" bezeichnet, passt damit gut zur Kampagne des Burgerbraters, die unter dem Motto "Unknown Food Objekt" steht.

Allianz Arena als Riesen-Burger-Raumschiff

„Wir haben das Ziel, eine Bio-Linie zu etablieren. Entscheidend ist aber am Ende natürlich die Akzeptanz beim Gast“, sagte McDonald's-Deutschland-Chef Holger Beeck. In den kommenden Wochen ist daher zunächst eine Art Probelauf geplant. Wieviel das Fastfood-Unternehmen für den PR-Coup auf den Tisch legen muss, um die Arena am 23. und 24. September im Burgerdesign leuchten zu lassen, ist nicht bekannt.

Der Fast-Food-Riese reagiert auch auf den großen Erfolg neuer Burger-Ketten wie „Hans im Glück“, die sich rasant in den Städten ausbreiten. „Uns hilft die neue Burger-Bewegung. Andere Anbieter haben uns angespornt, neu zu denken und uns neu zu orientieren“, sagte Beeck. Der Gast sei deutlich anspruchsvoller geworden. „Es gibt eine größer werdende Klientel, die Bio bevorzugt.“

Allein für den mehrwöchigen Testlauf benötigt McDonald's Hunderte Tonnen Bio-Hackfleisch für die mehr als 1400 Filialen. Sollte das Unternehmen dauerhaft Bio-Burger auf die Speisekarte setzen, dürfte das wegen des enormen Fleischbedarfs auch Auswirkungen auf die Lieferanten in Deutschland haben.

dh mit Material von dpa

Rubriklistenbild: © Bodmer

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