Berufsfeuerwehr München

Das sind die neuen Allzweck-Riesen der Feuerwehr

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Da leuchten die Augen aller Feuerwehr-Fans: Die neuen Drehleitern sind ein einziger Superlativ. 

32 Meter hoch, jede Einzelne 800.000 Euro teuer und technisch auf dem neusten Stand: Fünfzehn nagelneue Drehleitern der dritten Generation sind der ganze Stolz der Münchner Berufsfeuerwehr. Zum Gruppenbild vor der Bavaria nahm der stolze Fuhrpark nun Aufstellung.

München - Die Knickbare Drehleitern kommen im Einsatz fast überall hin: Das Fahrgestell stammt von IVECO, der Aufbau von Magirus. Wenn die Leitern eingefahren sind, machen sich die 15.905 Kilo schweren Riesen mit nur 2,40 Meter Breite, drei Meter Höhe, zehn Meter Länge und einem Wendekreis von 14 Metern eher schlank – das kann lebensrettend sein, wenn die Drehleiter in engen Straßenschluchten oder Hinterhöfen zum Einsatz kommt.

Jede Leiter besteht aus vier Elementen. Sie kann nicht nur Retter nach oben oder Verletzte von dort herab bringen, sondern auch nach unten geneigt werden – zum Beispiel bei Rettungen aus Flüssen, Schächten oder Baugruben. Der Trick ist der Knick: Der vordere Teil der Drehleiter kann abgewinkelt werden. Damit erreicht die Besatzung des Korbes beispielsweise zurückgesetzte Mansarden. Herkömmliche Drehleitern würden dabei an die Dachrinne stoßen. Auch in engen Höfen und Straßen ist die Knick-Technik segensreich: Musste man bisher herkömmliche Drehleitern zur Seite schwenken, um den Korb sanft auf dem Boden abzusetzen (wichtig, wenn Verletzte schnell und schonend in den Krankenwagen umgesetzt werden müssen), so gelingt dies nun auch über das Führerhaus hinweg.

Der Rettungskorb trägt bis zu 300 Kilogramm und hat eine feste Rohrleitung für den Wasserwerfer. Je nach Einsatz kann aber auch die Krankentrage oder anderes technisches Gerät daran befestigt werden.

Die Plattform verfügt über eine Lade-Vorrichtung, die bei stark übergewichtigen Patienten in höher gelegenen Stockwerken zum Einsatz kommt: Weil sie nicht gefahrlos die Treppen hinuntergetragen werden können, hebt man sie kurzerhand in luftiger Höhe durchs Fenster.

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