Alpenverein: Zusagen für Umweltprojekte bei Olympia

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Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht von ihm geforderte Umweltprojekte als Bedingung der Olympiabewerbung Münchens weitgehend gesichert.

München - Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht von ihm geforderte Umweltprojekte als Bedingung der Olympiabewerbung Münchens weitgehend gesichert.

Für die beiden vom DAV eingebrachten Naturschutzprojekte im Rahmen der Bewerbung für die Winterspiele 2018 gebe es Finanzierungszusagen, sagte der vor eineinhalb Wochen neu gewählte Präsident Josef Klenner am Mittwochabend in München.

Seiner Ansicht nach hat sich die Beteiligung an dem Verfahren positiv entwickelt. Umweltschützer und teils auch DAV-Mitglieder selbst sehen die Beteiligung des Verbandes in der Bewerbungsgesellschaft hingegen kritisch. Der DAV, der sich als Naturschutz- und Sportverband versteht, argumentiert aber, nur so könne er mitgestalten und für so naturverträgliche Spiele wie möglich sorgen.

Für das Olympia-Begleitprojekt “Bergtour 2018“ seien die erforderlichen 7 Millionen Euro bereits zugesagt, bei “Natur, Kulturerbe, Bildung“ gebe es eine Zusage für 6,5 der nötigen 8 Millionen Euro, sagte Klenner. Bei den Projekten geht es unter anderem darum, zusammenhängende Schutzgebiete zu fördern. Sie brächten einen Mehrwert für den Natur- und Umweltschutz im bayerischen Alpenraum “weit über die eigentlichen Spiele hinaus“, sagte Klenner. “Wir werden weiter kritisch hinschauen, ob die Zusagen und Bedingungen, die wir ausgehandelt haben, eingehalten werden.“ Sollte dies nicht der Fall sein, werde der Verband Konsequenzen ziehen.

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Klenner verteidigte erneut die Kooperation des DAV mit dem Autohersteller Toyota. Es gehe um eine Grundsatzdiskussion im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Sport. Ausgangspunkte für Bergtouren seien oft praktisch nur mit dem Auto erreichbar, 75 Prozent der Mitglieder nutzten den Wagen. Es gehe deshalb um vernünftige und vertretbare Lösungen. Der DAV werbe nachdrücklich unter dem Motto “Mit der Bahn in die Berge“ für die Anreise mit dem Zug, wo es möglich sei. Auch mit der Bahn gebe es daher eine Kooperation.

Der Verband hat sich die Novellierung seines Grundsatzprogramm zum Schutz des Alpenraumes vorgenommen und will auch sein Leitbild prüfen und gegebenenfalls anpassen. Die Debatten innerhalb des Verbandes über seine Ausrichtung seien richtig. “Wir müssen uns dieser Diskussion stellen.“

dpa

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