Um die Sanierung zu überbrücken

Alte Pinakothek will Selfies mit Rembrandt

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München - Selfies mit Rembrandt: Solche Bilder sollen nach einer Idee der Alten Pinakothek die Umbauzeit überbrücken. Und mit dem Hashtag #myRembrandt gepostet werden.

Die Alte Pinakothek in München setzt auf den Selfie-Trend, um die Zeit der Sanierung zu überbrücken. Sie will hochwertige Repliken von Rembrandts frühem „Selfie“, dem „Jugendlichen Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1629, auf Reisen schicken. Unter dem Motto „Zeig Rembrandt Deine Welt“ sind junge Leute aufgerufen, das Bild mit auf spannende Reisen zu nehmen und Fotos von sich und dem jungen Rembrandt auf Facebook, Twitter und Co. zu posten (#myRembrandt).

„Egal ob mehrwöchiger Sommerurlaub, kurzer Städtetrip oder Trekkingtour durch Nepal: Rembrandts Wissensdurst macht alle Ziele möglich. Schickt uns Eure Fotos mit Rembrandt, egal ob "Selfie" oder Beweisfoto vor dem Eiffelturm“, heißt es in dem Aufruf auf der Internetseite des Kunstmuseums. Und so soll es funktionieren: „Bewerben, Bild bekommen, Verreisen, Fotografieren, Markieren, Teilen.“ Ein Stempel, der das Werk als Replik ausweist, soll dafür sorgen, dass es beim Zoll auch keine Probleme mit dem Rembrandt im Koffer gibt, versicherte der Kurator Bernd Ebert am Donnerstag.

Doch das ist nicht die einzige Aktion, mit der die Museumsmacher die vierjährige Sanierungszeit überbrücken wollen. Unter dem Motto „Neue Nachbarschaften“ sind ausgewählte Meisterwerke unter anderem von Rembrandt und Rubens derzeit in anderen Räumen in anderer Hängung zu sehen. So hängen Rubens' Porträts seiner jungen Frau Hélène Fourment dort neben Rembrandts „Heiliger Familie“. Dabei zeige sich beispielsweise, wie sehr der junge Rembrandt sich auch auf den berühmten Rubens bezogen habe, sagte Kuratorin Mirjam Neumeister.

Ein weiteres Projekt ist ein Austausch mit der Pinakothek der Moderne. Unter dem Motto „Fließender Wechsel“ sollen alte Meister dort zwischen neuen platziert werden und so neue Betrachtungsmöglichkeiten bieten.

Seit Februar dieses Jahres sind einige Säle der Alten Pinakothek bereits wegen der Sanierung geschlossen, die sich als „Wanderbaustelle“ über verschiedene Bauabschnitte hinziehen soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 12 Millionen Euro.

dpa

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