Münchenstift-Chef Gerd Peter

Altenheim-Boss: Nun ist er selbst im Ruhestand

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Der Kämpfer für die Senioren ist jetzt selbst ein Ruheständler: Gerd Peter (2.v.r.) mit Münchenstift-Bewohnern

München - Nach 18 Jahren an der Spitze der Münchenstift GmbH ist Gerd Peter (67) am Donnerstag in den Ruhestand verabschiedet worden.

Als der gebürtige Münchner 1995 anfing, fand er eine denkbar schwierige Ausgangssituation vor: Die damals 14 städtischen Altenheime mussten fit gemacht werden für die neuen Bedingungen des Marktes – nach Einführung der Pflegeversicherung.

Mit 50 Millionen Mark hatte die Stadt die Heime bis dahin subventioniert, das war von da an verboten. Seinen Ruhestand kann Peter mit einem guten Gefühl antreten: OB Christian Ude, dessen Büro Peter vor seiner Karriere bei der Münchenstift leitete, lobte, dass Peter „immer auch gewusst hat, was er nicht kann“ – und sich dann externes Know-How geholt habe. Auf die heftigen Diskussionen über Missstände in der Pflege Anfang der 90er-Jahre habe Peter mit einer Transparenz-Offensive reagiert. „So wurde die Münchenstift zum positiven Beispiel in der Münchner Pflegelandschaft.“ Sogar mit dem Pflegekritiker Claus Fussek, der die Diskussion damals angestoßen hatte, hat Peter seinen Frieden gemacht. Auch Fussek gab dem Heimchef entsprechende Worte mit auf den Weg in den Ruhestand: „Sie haben Klartext gesprochen, sich positioniert – und wie ich den Schwachsinn der Noten des Pflege-Tüvs kritisiert. Dafür danke ich Ihnen.“

tz

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