Auswirkungen auf München erfragt

Das kritisiert der Pflegerat an den Plänen der Großen Koalition

Die Große Koalition scheint sich mit dem Pflegenotstand nicht allzu lange beschäftigt zu haben. Wegen der Pläne von SPD und Union hagelt es heftige Kritik.

München - Wie wird sich die Pflege in München entwickeln, wenn es im Bund zur Großen Koalition aus Union und SPD kommt? Die Stadt soll nun darstellen, wie sich das Kapitel Pflege im ausgehandelten Koalitionsvertrag auf die Situation in München auswirken würde - und ob dadurch die derzeitigen Missstände behoben werden würden. So beantragt es die Stadtratsfraktion der Bayernpartei.

Im - unter Umständen so wirksam werdenden - Koalitionsvertrag „werden dem brennenden Problem der Pflege 73 Zeilen gewidmet“, so die Stadträte. Als Sofortprogramm will die künftige GroKo die Arbeitsbedingungen der Pfleger attraktiver machen und damit die Versorgung sicherstellen. Es soll eine „Konzertierte Aktion Pflege“ geben, zudem sollen sofort 8000 neue Fachkraftstellen in der medizinischen Behandlungspflege geschaffen werden.

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Kritik vom Deutschen Pflegerat

Der Deutsche Pflegerat habe aber kritisiert, dass das ein „Tropfen auf den heißen Stein“ sei. Allein Stellen zu schaffen, die dann nicht besetzt werden könnten, helfe nicht, wenn das Gesamtpaket Pflege nicht stimme; zum Beispiel könnten Krankenhausbetten wegen des Pflegepersonalmangels nicht belegt werden - und so könne der politisch gewollte Bettenabbau in den Krankenhäusern nur zu Lasten der Bürger erreicht werden.

Die Stadträte stellen zudem dar, was bisher in München geschehen ist: Im September 2016 nahm der „Runde Tisch für Pflege an den Münchner Krankenhäusern“ seine Arbeit auf. Ihm gehören Vertreter städtischer Referate, Pflegedirektoren von Krankenhäusern und Leitungen von Berufsfachschulen an. Sie sollen die Ursachen für den Pflegemangel analysieren und Lösungen erarbeiten.

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chu

Rubriklistenbild: © dpa / Marijan Murat

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