Nackte Tatsachen am Luitpold-Gymnasium

Heftig! Stripshow bei Abistreich an Münchner Gymnasium

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Am Luitpold-Gymnasium in München sorgten die Schüler beim Abistreich für nackte Tatsachen: Sie buchten eine Strip-Show.

München - Heftiger Abistreich am Münchner Luitpold-Gymnasium: Die Abiturienten buchten eine Stripperin und einen Stripper. In der Schule ging's dann richtig zur Sache.

Beim Abistreich am Münchner Luitpold-Gymnasium ging es heiß her: Zum Abschluss ihrer Schullaufbahn haben sich die Abiturienten eine Stripperin und einen Stripper an die Schule bestellt! Die entstandenen Fotos zeigen pikante Szenen.

Auf einem Bild zu sehen: Ein durchtrainierter Stripper zieht seine kurze schwarze Boxershorts unter die Po-Backen. Davor sitzt eine Schülerin auf einem Stuhl - und trägt nur noch ihren weißen BH. Verlegen hält sie sich die Hand vor den Mund. Direkt daneben tanzt eine blonde Stripperin - nur noch mit schwarzer knapper Unterwäsche und hochhackigen Schuhen bekleidet. Ein Schüler sitzt oberkörperfrei auf einem Stuhl, hat die Beine gespreizt. Die Stripperin beugt sich lasziv über den jungen Mann und fasst an seinen Bauch. Eine andere Szene zeigt, wie der Unterleib der Stripperin mit einer blauen Decke verhüllt wird. Obenrum trägt sie - nichts! Auf einem dritten Bild führt der Stripper das Gesicht einer Schülerin an seinen Schoß.

Zum Schluss lässt die Stripperin ganz die Hüllen fallen

Ja, diese Fotos sind am Münchner Luitpold-Gymnasium entstanden! Während vergangenen Freitag draußen das übliche Abischerz-Fest mit Lehrern und jungen Schülern gefeiert wurde, ließen es die älteren Jahrgänge ab der 10. Klasse im Schulgebäude richtig krachen. Zum Schluss lässt die Stripperin die letzte Hülle fallen: Sie entledigt sich, verdeckt von dem blauen Tuch, ihres Tangas. Die Schüler jubeln und johlen.

Die tz zeigt Fotos des Strips und der Stripperin beim Abistreich - und die Stripperin selbst kommt zu Wort und erzählt ihre Version der Geschichte.

Eltern beschweren sich, Schulleiter nimmt's mit Humor

Weniger witzig fanden die Aktion einige Eltern, sagt Schulleiter Bernd Hieronymus im Gespräch mit unserer Zeitung. Es habe ein paar Elternbeschwerden gegeben, weil ihnen die Aktion zu geschmacklos gewesen sei und die anwesenden Lehrer nichts gegen die Stripeinlage unternommen hätten. Der Direktor wusste aber offenbar vorab gar nichts von der Strip-Show: Stattdessen meldeten die Schüler einen Vortrag über das schwierige Verhältnis von Schülern und Lehrern an. "Es ging alles ganz schnell, in fünf bis sechs Minuten war alles vorbei", so Hieronymus.

Der Schulleiter muss ein wenig schmunzeln, wenn er davon erzählt. "Die Schüler haben gesagt, wir müssen doch über die Stränge schlagen." Zudem hätten die Abiturienten und die Lehrkräfte strikt darauf geachtet, dass keine jüngeren Schüler die pikante Show zu sehen bekommen. Hieronymus hielt es für nicht sinnvoll, einzuschreiten, sagt er. Die Halle war voll, es wäre dann wohl zu einem Tumult gekommen. "Ich fand es überzogen, einzuschreiten." Die Mehrzahl der Eltern könne verstehen, wie sich die Schule verhalten hat. "Die jungen Leute wollten eben über die Stränge schlagen. Das ist ihnen ja dann auch tatsächlich gelungen. Das muss man anerkennen."

Konsequenzen haben die Abiturienten nicht zu fürchten. Ein Kollege hat laut Hiernonymus hinterher zu ihm gesagt: "Wie soll man auch eine Veranstaltung regulieren, die den Regelbruch zur Regel hat." Insgesamt gegen als Luitpold-Gymnasium rund 1000 Schüler.

Lesen Sie hier: Die 21 schlechtesten Abi-Mottos aller Zeiten

Vollsuff und Vandalismus: Abistreich in Geretsried artet aus

Die Schüler am Münchner Luitpold-Gymnasium sorgten für nackte Tatsachen - Probleme mit Alkohol oder Sachbeschädigung gab es indes nicht. Das ist bei Abistreichen nicht immer so: Der Streich am Gymnasium Geretsried vergangene Woche war gründlich daneben gegangen. Schüler der Q12 waren in der Nacht laut Geretsrieder Merkur ins Schulhaus eingedrungen. In betrunkenem Zustand haben sie laut Schulleiter Dr. Hermann Deger einiges beschädigt. Unter anderem sei eine teure Buchkamera zu Bruch gegangen. Die Plexiglasscheibe eines Schaukastens sei herausgerissen, Wände mit Kreide und Filzstiften beschmiert worden. Der Schaden: rund 700 Euro.

Am Vormittag gab's in Geretsried eine Wasserschlacht in den Schulhaus-Gängen. Schüler wurden laut Deger völlig durchnässt, einige seien ausgerutscht und hätten sich verletzt. „Es wurden viele Grenzen überschritten“, fasste Deger die unerfreuliche Aktion zusammen. Mittlerweile habe er gemeinsam mit den Q12-Sprechern einen Weg gefunden, wie man den finanziellen Schaden beheben könne: Ein Teil des Geldes, das die Schüler unter anderem bei einem Kulturabend eingenommen haben, wird für Reparaturen und Neuanschaffungen verwendet.

In Olching beerdigten die Schüler ihren Abistreich - weil die Auflagen in ihren Augen zu streng waren.

dor

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