Festliche Häuser und Straßenzüge

Adventlicher Glanz: Wo München leuchtet

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In diesen sieben Straßen funkeln aufwendige Lichtinstallationen: Auf den nachfolgenden Fotos sind die Bilder dazu zu sehen.
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1. Promenadeplatz: Lichterwald nennt sich die ­In­stallation der Firma mbeam vor dem Bayerischen Hof. 54 überdimensionale Kugeln schweben hier in den Bäumen und strahlen mit 66 000 leuchtenden Punkten (Strom: 5112 Watt).
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2. Maximilianstraße: In der Prachtmeile funkeln LED-Kugeln an 48 Straßen­laternen mit 60 000 Lichtpunkten (2016 Watt Watt). Der Name: Christmas Sparkle. ­Inititiatoren sind Händler wie Hemmerle Juweliere oder Axel Ludwig vom Hotel Vier Jahreszeiten.
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3. Hackenviertel: Hier gibt es bereits seit 2006 eine gemeinschaftliche Beleuchtung, realisiert von der Händlervereingung Citypartner und ansässigen Unternehmen. Seit diesem Jahr strahlen 14 500 Lichtpunkte (insgesamt 1600 Watt) in Form von Lichtervorhängen über den Straßen.
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4. Fußgängerzone: Der Christkindlmarkt erstrahlt durch städtische Beleuchtung, die nur teils mit LED funktioniert. Vom Richard-Strauss-Brunnen bis zum Rindermarkt prangen 92 Sterne an Lichtmasten und 20 Sterne auf Marktbuden. Am Christbaum schimmern 3000 Lichter.
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5. Sendlinger Straße: Autofrei: Hier gibt’s erstmals eine durchgehende Beleuchtung vom Sendlinger Tor bis zur Rosenstraße, initiiert von der Händlervereinigung City Partner. 38 Kränze leuchten mit je fünf Sternen, das sind insgesamt 4000 Lichtpunkte (1026 Watt).
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6. Brienner Straße: Hier funkelt ein wahres Kunstwerk: 17 Kronleuchter mit je 1200 neuen LED-Lichtern und strahlende Laternenmasten ziehen sich bis zum Odeonsplatz. Konzipiert wurde das von der Firma mbeam, finanziert von Händlern.
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7. Viktualienmarkt: Winterzauber: Der Maibaum, der jahrelang als Lichterbaum diente, musste weichen, da er morsch war. Stattdessen stehen heuer zwei leuchtende Tore der Stadt an den Eingängen.

München - Sterne, Ballons, Kronleuchter – München glitzert und funkelt im Advent an allen Ecken und Enden. Und das längst nicht nur auf Christkindlmärkten Auf immer mehr Straßen und Plätzen locken wahre Lichtkunstinstallationen. Die tz erklärt die Glitzerstraßen in der Altstadt und wer dahinter steckt. 

München leuchtet – von Jahr zu Jahr mehr. Und das, obwohl es hier kein städtisch gesteuertes Lichtkonzept gibt wie in anderen Großstädten. „Bis 2005 leuchtete innerhalb des Altstadtrings nur der Christkindlmarkt der Stadt in der Fußgängerzone“, erzählt Wolfgang Fischer von der Händlervereinigung Citypartner. 2006 startete dann die erste Initiative von Citypartner und ansässigen Händlern im Hackenviertel mit eigenem Konzept und eigener Finanzierung, in den Folgejahren kamen immer mehr privat erhellte Straßenzüge dazu (s. Grafik oben).

„Die Stadt unterstützt die jeweiligen Ini­tiativen, indem sie in den betreffenden Straßen die Straßenbeleuchtung als Träger zur Verfügung stellt und die notwendigen Adapter zum Anschluss ans Stromnetz installiert hat“, sagt Dagmar Rümenapf vom Baureferat.

Die leuchtenden Kunstwerke sind teilweise sehr aufwendig. „In der Brienner Straße hat die Planung zweieinhalb Jahre gedauert: vom Konzept über die Statikberechnung für die Laternen über die Fanzierung bis hin zur Genehmigung bei Stadt und Denkmalamt“, sagt Cord Dayal, Projektleiter bei der Firma Lichtconcept, die einen großen Teil der Installationen für die Firma mbeam ausführt. „Ich bin das ganze Jahr über mit der Weihnachtsbeleuchtung beschäftigt.“

Das Glitzern und Strahlen hat aber nicht nur Freunde. Einige Vereine kritisieren den Energieverbrauch und die sogenannte Lichtverschmutzung, durch die Flora und Fauna gestört sowie astronomische Beobachtungen erschwert würden. „Da können wir dagegen halten: Ein ganzes Motiv in der Maximilianstraße etwa verbraucht 40 Watt, so viel wie eine schwache Glühbirne“, sagt Lichtexperte Dayal. Der Stromverbrauch mit LED-Beleuchtung sei nur ein Zehntel dessen, was früher verbraucht wurde. „Das ist wirtschaftlich vernachlässigbar klein.“ Außerdem verwende man meist nur sanftes, warmweißes Licht.

Die meisten Münchner freuen sich über die leuchtende Innenstadt – und verspüren zumindest einen Hauch von weihnachtlichem Glanz wie in New York.

Nina Bautz

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