Rekordverdächtiger Auftakt

Advents-Ansturm! Ganz München im Kaufrausch

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Volle Straßen, volle Läden: Die Händler sind zufrieden.

München - Da war kein Durchkommen mehr! Die Münchner haben am Samstagnachmittag die Fußgängerzone gestürmt und für einen rekordverdächtigen Auftakt beim Weihnachtsgeschäft gesorgt. Eine Stadt im Kaufrausch!

Wolfgang Fischer von City Partner zieht eine erste Bilanz: „Die Umsätze von Freitag und Samstag liegen auf Vorjahresniveau oder sogar darüber. Das war ein super Start, die Leute haben sehr gut eingekauft!“

Die Straßen rund um den Marienplatz waren stundenlang brechend voll. Liegt man Passantenzählungen für einen üblichen Werktag (rund 13.000 pro Stunde) zugrunde, dürften es am Samstag weit mehr als 150.000 Menschen in der Kaufingerstraße gewesen sein.

Der Handelsverband Bayern (HBE) rechnet damit, dass die Bayern in den kommenden Wochen satte 13,5 Millionen Euro für Geschenke ausgeben werden, etwa ein Zehntel davon im Internet. Dabei waren die Aussichten zunächst alles andere als rosig: Die milden Temperaturen im November hatten besonders bei Bekleidungsgeschäften für Einbußen gesorgt. Auch die internationalen Krisenherde in der Ukraine, in Syrien und dem Irak und die bedenkliche Wirtschaftslage im Euroraum hatten viele Experten pessimistisch gestimmt.

Zumindest das Wetter-Problem ist (vorerst) gelöst: „Jetzt wird’s kalt – da braucht man Fellschuhe und dicke Jacken“, sagt City-Partner-Chef Fischer. HBE-Geschäftsführer Bernd Ohlmann hofft dabei auf Hilfe von oben. Sein größter Wunsch: Schnee. Erst dann entstehe die richtige „Weihnachts-Shopping-Laune“. Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit …

Gute Jobaussichten, sinkende Energiepreise: Die Laune der Konsumenten ist gut. Ganz oben in der Beliebtheitsskala dürften auch in diesem Jahr wieder Gutscheine stehen. Jedes vierte Päckchen unter dem Christbaum sei inzwischen eine solche „weihnachtliche Allzweckwaffe“, sagt Bernd Ohlmann vom HBE.

TOS

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