Sperrzone City

Alle Sperren und Demos: So umgehen Sie den SiKo-Riegel

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Freitagfrüh: Strenge Polizeikontrolle an einer Straßensperre.

München - Das waren noch Zeiten, als die Polizei die ehemals als „Wehrkundetagung“ bezeichnete Sicherheitskonferenz (SiKo) mit zwei Streifenwagen begleitete. Heute ist der Bayerische Hof und seine Umgebung eine von mehr als 4000 Polizisten bewachte Festung.

Am heutigen Samstag blockieren mehrere kleine und eine große Demonstration zeitweise Teile des Altstadtrings und der Zufahrtstraßen. Trambahnen und Busse können nicht die gewohnten Innenstadtrouten einhalten – wie z.B. die Tram-Linien 16, 17, 18 und 19. Beachten Sie daher Durchsagen und Aushänge. Die Polizei rät Autofahrern heute dringend, die Innenstadt zu meiden und auf U- und S-Bahn umzusteigen. Die Demonstrationen im Überblick:

  • Von 11 bis 17 Uhr demonstrieren am Oberanger/Ecke Klosterhofstraße 50 Teilnehmer der Anarchistinnen-Rätekommunistinnen München.
  • Ab 11 Uhr werden am Stachus 300 Teilnehmer der Demo „Sicherheit und Frieden für die Ukraine“ erwartet. Ab 16.15 Uhr läuft der Zug über den Altstadtring und die Lindwurmstraße zum Goetheplatz.
  • Um 12 Uhr beginnt am Marienplatz die Großdemo des „Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“ mit 3000 Teilnehmern. Ab 13.30 Uhr umrundet die Demo den halben Altstadtring durchs Tal und den Gärtnerplatz zurück zum Marienplatz zur Schlusskundgebung ab ca. 15 Uhr.
  • Um 13 Uhr startet ein ukrainischer Autokorso zur Umrundung Münchens auf dem Mittleren Ring. Thema: „Gegen den russischen Terror gegenüber der Ukraine“. Der Korso startet an der Domagkstraße Richtung Olympiagelände. Staugefahr!
  • Von 14 bis 16 Uhr demonstrieren die Münchner Kurden am Odeonsplatz mit 300 Teilnehmern. Eventuell schaut der kurdische Präsident Masud Barzani vorbei.
  • Die ursprünglich in der Fußgängerzone geplante Demo „Die Rechte“ von 16.30 Uhr bis 18 Uhr mit zehn Teilnehmern um den Neonazi Philipp Hasselbach wurde ans PEP in Neuperlach verlegt.

Der kreative Protest

Die größte Demonstration des Aktionsbündnisses startet am Samstag am Marienplatz – begleitet von starken Polizeikräften, die neben Tausenden friedlichen Bürgern und ihrem kreativen Protest auch mit einem sogenannten „Schwarzen Block“ gewaltbereiter Autonomer rechnet. Der Einsatzleiter, Münchens Polizeivizepräsident Robert Kopp warnte die Chaoten bereits im Vorfeld: „Lasst es einfach. Funktioniert in München nicht.“

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Dorita Plange 

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