Hit bei Google Maps

Glascontainer ist Münchens neuste Attraktion

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Neue "Sehenswürdigkeit": der Altglascontainer im Lehel.

München - München ist um eine "Sehenswürdigkeit" reicher: einen Altglascontainer im Lehel. Bei Google Maps erhält der Recycling-Helfer Bestnoten und schlägt selbst gestandene Wahrzeichen.

Der Stachus, die Eisbachwelle, der Marienplatz - München fehlt es wahrlich nicht an Sehenswürdigkeiten. Doch die neueste Attraktion der Stadt stellt sie alle in den Schatten. Der Altglascontainer an der Seitzstraße hat es beim Kartendienst Google Maps nicht nur zu einer eigenen Erwähnung geschafft. Er fährt sogar Bestnoten bei der "Bewertung" ein: ganze 4,6 von 5 Sternen erreicht der Container.

Damit überholte er in der Beliebtheitsskala sogar das Haus der Kunst (4,4 Sterne) gleich um die Ecke und selbst die Allianz Arena bringt es auf "nur" 4,5 Sterne. Dabei fehlt es dem Viertel nicht an Attraktionen: Das Lehel ist laut seiner Homepage ein "Zentrum vieler Sightseeing-Touren". Damit sind Ziele wie die Museumsmeile entlang der Prinzregentenstraße, die Maximilianstraße und der Englische Garten gemeint.

Doch nichts davon begeistert wie der Müllschlucker an der Seitzstraße: Seine Nutzer sind voll des Lobes. Wie Philipp G., der bei Google Maps schreibt: "Dass sich dieser In-Treff für Recycling-Freunde schlicht als Altglascontainer bezeichnet, ist reinstes Understatement! Das gibt es in dieser Radikalität selten in München!"

Merlin H. will eine Besichtigungs-Tour zum Super-Container unternehmen:"Wir planen extra einen Familienausflug um diese Sehenswürdigkeit zu bestaunen. Weiß jemand ob das Zelten vor den Containern erlaubt ist?"

Und Jörg W.: "Ich persönlich schätze die unkomplizierte Bedienung." Der User "Hckbrt" behauptet sogar: "Habe von dieser Oase des Recyclings in einem Reiseführer gelsen. Falls ihr einmal in München seid, müsst ihr auf jeden Fall einen Abstecher dorthin machen."

Die Internet-Irrsinns-Finder von Schlecky Silberstein entdeckten die skurrilen Berwertungen der Münchner über ihren Lieblingsort und erwarten, dass der Top-Altglascontainer bald zum neuen Standortfaktor aufgewertet wird.

Der Container hat einen eigenen Eintrag beim Social-Media-Dienst Google+ und taucht daher auch auf den Karten von Google Maps auf. Wer den kuriosen Eintrag erstellt hat, ist unklar. Großer Beliebtheit erfreut er sich aber auf jeden Fall.

ihs

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