Er wollte sie niederschlagen

Auch Attacken halten sie nicht auf: Mutige Zeugen stellen brutalen Dieb

Eine große Portion Mut haben zwei Flugbegleiter aus Singapur bewiesen. Sie stellten sich einem brutalen Supermarkt-Räuber entgegen.

München - Am Donnerstag um 17.25 Uhr, ging ein 42-jähriger Münchner zur Kasse eines Supermarktes am Karlsplatz und bat die Kassiererin einen Pfand-Bon auszuzahlen.

Als sie die Kasse geöffnet hatte, um das Geld auszuhändigen, griff der Mann hinein und entwendete 500 Euro. Er flüchtete aus dem Geschäft und schubste dabei eine bislang unbekannte Frau zur Seite. 

Dreimal versucht der Dieb, seine Verfolger zu schlagen

Gleichzeitig wollten ein 30- und ein 32-jähriger Flugbegleiter aus Singapur an der Kasse bezahlen und hörten den Schrei der Kassiererin. Sie konnten die Situation beobachten. Sie verfolgten den Dieb die Rolltreppe nach oben. Dort drehte sich der 42- Jährige um und versuchte seine Verfolger mit einem Fausthieb zu schlagen, um sich die Tatbeute zu sichern. Er verfehlte sie. Daraufhin rannte er weiter die Treppe hinauf an die Oberfläche, wo er erneut stehen blieb, um die beiden zu verletzten. Er verfehlte sie ein zweites Mal, wie die Münchner Polizei berichtet.

An der Theresienwiese wurde auch ein Taxifahrer Opfer eines rabiaten Täters

Auf dem Weg von der Sonnenstraße in die Adolf-Kolping-Straße versuchte er ein drittes Mal seine Verfolger zu schlagen. Auch dieses Mal misslang ihm das. Die beiden konnten den Dieb zu Boden bringen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Die Flugbegleiter blieben dabei unverletzt. Weitere zunächst Unbeteiligte sicherten das Bargeld und übergaben es anschließend den Polizeibeamten. 

Polizei sucht nach weiterer Zeugin

Der 42-Jährige zog sich Abschürfungen an der Hand sowie einen Kratzer an der Nase zu. Diese wurden durch einen hinzugerufenen Rettungsdienst erstversorgt. Er wurde anschließend zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt. 

Zeugenaufruf: Die Frau, welche von dem 42-Jährigen im Supermarkt zur Seite geschubst wurde, wird gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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mm/tz

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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