Aus für Andechser am Dom

Häuserabriss: Großbaustelle zwischen Dom und Rathaus

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In Nachbarschaft zum entstehenden S-Bahn-Halt Marienhof, direkt hinter dem Chor des Liebfrauendoms, muss der Andechser am Dom ausziehen.

Zwischen Dom und Rathaus wird in den kommenden Monaten gebaut. Zwei Häuser müssen abgerissen werden. Das bedeutet auch das Aus für das Andechser am Dom.

München - Kurz nach dem Auszug der Traditionsgaststätte Andechser am Dom kündigt sich in Münchens Zentrum die nächste Großbaustelle an. Gerd Amtstätter, Vorstand der Nymphenburg Immobilien AG, bestätigt, dass man die Gebäude Weinstraße 7 und 7a abreißen werde. Das Haus Weinstraße 7 sei marode und „statisch nicht zu retten“.

Bemerkt habe man dies, als die Parfümerie Douglas angekündigt habe, dort ausziehen zu wollen. „Das Haus war mehrfach umgebaut worden“, sagt Amtstätter. „Eine Ertüchtigung wäre problematisch und unökonomisch gewesen.“ Weil das gesamte Areal 7 und 7a ein einzelner Gesamtnutzer übernehmen soll, habe man sich entschlossen, auch das Haus 7a („Andechser“) abzureißen, um eine Einheit zu schaffen. „So wie früher, als das Haus als Salamander-Haus bekannt war.“

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Grundstücksfläche von 969 Quadratmetern

Der Nymphenburg Immobilien AG - sie ist Teil des Vermögens von Milliardär August von Finck - gehört auch das benachbarte Haus Weinstraße 6, dieses ist 2016 ebenfalls neu gebaut worden. Im Geschäftsbericht wirbt die AG damit, dass sie „in der Fußgängerzone der Landeshauptstadt München mit den drei Objekten Weinstraße 6, Weinstraße 7 und Weinstraße 7a ein zusammenhängendes Immobilienportfolio“ besitzt, „das nach übereinstimmender Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat grundlegend neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und nachhaltig zur Stärkung der Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft beitragen wird.“ Laut Geschäftsbericht haben die drei Hausnummern zusammen eine Grundstücksfläche von 969 Quadratmetern und einen Buchwert von gut 135 Millionen Euro.

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Dass „eine große Kette“ den Komplex Weinstraße 7 und 7a übernimmt, wie gemunkelt wird, will Amtstätter nicht bestätigen. Er betont allerdings: „Teil der Nutzung ist auch wieder eine Gastronomie.“ Wie diese aussehen wird, sei noch ungewiss. Für die Klosterbrauerei Andechs scheint sie freilich nicht mehr das Richtige zu sein. Martin Glaab, Sprecher der Brauerei, sagte unserer Zeitung: „Es war kein Platz mehr für eine Wirtschaft wie das Andechser am Dom, das wurde deutlich.“

Die Brauerei sucht wie berichtet bereits nach einem neuen Objekt in der Innenstadt. Ob Sepp Krätz dann wieder der Wirt sein soll, wie in den vergangenen 23 Jahren in der Weinstraße 7a, lässt Sprecher Glaab offen. „Wir reden mit jedem, der unser Interesse teilt.“ Der Andechser am Dom schließt am 30. Juni.

Dieses Haus und das Nachbargebäude werden abgerissen.

Johannes Löhr

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