"Dahoam is dahoam"-Darsteller

Attacke am Marienplatz: Prügelopfer sucht Zeugen

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Trotz seiner Verletzungen würde Thomas Barth immer wieder helfen. Sein Blut klebt noch an der Wand (r.).

München - Er zeigte viel Courage und bekam dafür viel Prügel. Nun sucht das Opfer vom Marienplatz Zeugen für die Attacke.

Ein angetrunkener junger Kerl schlägt im U-Bahnhof Marienplatz seiner Freundin ins Gesicht. Als Thomas Barth (46) diese Szene sieht, handelt er. „Da bin ich zwischen die beiden gesprungen, um einen zweiten Angriff zu verhindern“, sagt er. Und dann passiert etwas, womit der Münchner nicht gerechnet hat. „Ich bekam einen Faustschlag ins Gesicht und ein Knie reingerammt. Dann war ich bewusstlos“, erzählt der Hobby-Schauspieler (BR-Serie Hammer & Sichl und Dahoam is dahoam).

An die Minuten danach kann sich Thomas Barth nicht erinnern. „Meine Frau Wilma erzählte mir, dass ich am Boden lag und der Typ auf mich eingetreten hat.“ Irgendwann kommt der Münchner wieder zu sich. „Ich war blutüberströmt.“

Barth in der TV-Serie „Heiter bis tödlich“. Links: Schauspielerin Monika Baumgartner

Dann wimmelt es an jenem Mittwochabend vor einer Woche zwischen den U-Bahnsteigen von Sanitätern und Polizei. „Ich kann nur sagen, dass ich der Frau helfen wollte“, erzählt Thomas Barth. Die Frau, der er zur Hilfe gesprungen war, tickt aus. Sie schreit und randaliert. Polizisten fesseln sie, bringen sie zur Wache. Auch hier soll die Frau weiterrandaliert und sogar eine Beamtin verletzt haben.

Im Krankenhaus diagnostizieren die Ärzte bei Thomas Barth einen Nasenbeinbruch, eine angebrochene Augenhöhle, eine Gehirnerschütterung, Kiefer- und Rippenprellungen und lockere Schneidezähne!

Ehefrau Wilma weicht nach der OP nicht von der Seite ihres Thomas.

Der Schläger (21), ein Münchner, wird ebenfalls festgenommen. Er zeigt Thomas Barth seinerseits wegen Körperverletzung an. „Die Ermittlungen laufen noch“, bestätigt Polizeisprecher Sven Müller. Thomas Barth ist sich jedoch sicher: „Ich habe nicht geschlagen. Es gibt Videoaufnahmen, die das hoffentlich beweisen.“ Trotzdem sucht der Münchner weitere Zeugen, die sich gerne über sein Facebook-Profil mit ihm in Verbindung setzen können.

jam

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