So (langsam) geht es voran

Bahnhof Marienplatz: Wann ist der Umbau endlich fertig?

+
Seit Jahren dauern die Sanierungsarbeiten im Zwischengeschoss der U- und S-Bahn-Haltestelle am Marienplatz an.

München - Dauerbaustelle Marienplatz: Seit 2011 wird im U- und S-Bahnhof gewerkelt. Doch wie gehen die Arbeiten eigentlich voran? Und wann sind sie endlich abgeschlossen? Wir haben nachgefragt.

Am Marienplatz trifft sich täglich halb München. Touristen wie Einheimische tummeln sich an dem Verkehrsknotenpunkt. Bis zu 200.000 Fahrgäste der U- und S-Bahn sind jeden Tag unter der Fußgängerzone unterwegs. Und diesen Menschen bietet sich seit Jahren dasselbe Bild: eine riesige Baustelle im Zwischengeschoss der Haltestelle Marienplatz. Doch was wird da überhaupt gebaut? Und warum dauert das Ganze so lange? Wir haben nachgefragt.

Zunächst zu den Fakten: Die Bauherren der Großunternehmung sind die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Stadtwerke (SWM). Gemeinsam sanieren sie die Zugänge, Betonfugen und das Zwischengeschoss. Das Ziel: die Beseitigung der Abnutzungserscheinungen aus rund 40 Jahren Dauerbetrieb.

Mattias Korte: "Wir sind auf der Zielgeraden"

Gebaut wird seit 2011. Im Oktober vor vier Jahren begannen MVG und SWM mit der Sanierung der sechs Zugänge. Noch immer sind die Bauarbeiten nicht abgeschlossen. In einem Flyer der MVG und SWM aus dem Jahr 2012 hält man sich bezüglich des Fertigstellungstermins eher bedeckt. "Voraussichtlich 2014/2015", heißt es da schwammig. Matthias Korte, Pressesprecher der SWM, weiß mehr. Auf Anfrage der Onlineredaktion erklärte er: "Bei der Erneuerung der Ein- und Ausgänge liegen wir gut im Zeitplan. Den letzten von insgesamt sechs Zugängen gehen wir ab März an."

Und wie sieht es mit den anderen Baumaßnahmen aus? Die Zugänge sind bei weitem nicht die einzige Baustelle, die im Zuge der Großsanierung unterhalb des Marienplatzes entstanden ist. Korte: "Wir sind ja heuer bereits auf der Zielgeraden. Der neue Boden ist bereits größtenteils eingebaut, die neue Decke gerade in Arbeit. Weit fortgeschritten ist ferner der Fassadenbau für die neuen Ladeneinheiten und das MVG-Kundencenter." Wie weit allerdings, das ließ der Pressesprecher offen.

Darum dauern die Arbeiten im Zwischengeschoss so lang

Das eigentliche Mammutprojekt von MVG und SWM ist das Zwischengeschoss, das seit 2012 umfangreich saniert und modernisiert werden soll. In einer Wanderbaustelle werden Decken, Fassaden, Kioske und Co. entfernt und neu gestaltet. Doch wieso drängt sich vielen Münchnern seit Jahren der Gedanke auf, es gehe nicht voran, im Zwischengeschoss des Marienplatzes?

Das liegt zum einen an einem ganz banalen Grund: Die Bauarbeiter werkeln nämlich versteckt hinter einer Absperrung, also quasi unsichtbar für die Fahrgäste. Doch das ist nicht alles: Sämtliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden bei laufendem Bahnbetrieb durchgeführt und das aus gutem Grund: "Weil der Bahnhof Marienplatz mit seinen U- und S-Bahnlinien natürlich erreichbar bleiben muss. Das war von Anfang an so geplant", erklärt Korte. Negative Auswirkungen auf die laufenden Arbeiten habe das angeblich nicht.

So soll das neue Zwischengeschoss aussehen

Hell, strukturiert und freundlich soll das neue Zwischengeschoss am Marienplatz aussehen. Mehr Einkaufsmöglichkeiten soll es geben, Informationsschalter, Kundencenter und behindertengerechte Ein- und Ausgänge. Die charakteristischen blauen Fliesen im Rolltreppenbereich bleiben übrigens erhalten.

So sieht das neue Marienplatz-Zwischengeschoss in einer Simulation der MVG aus.

Optisch soll vor allem die Deckenbeleuchtung ein echtes Highlight werden: MVG und SWM planen umweltfreundliche und hellere LED-Lampen anstelle von Halogenleuchten. "Ein markanter Blickpunkt wird die rote Deckengestaltung des Lichtdesigners Ingo Maurer im Zentralbereich des Zwischengeschosses", verspricht Korte. Insgesamt ist er davon überzeugt: "Die Umgestaltung erfolgt ganz im Zeichen der guten Orientierung und Übersichtlichkeit – die Fahrgäste werden mit Abschluss des Umbaus ein übersichtliches Gebäude erleben." Nur wann?

"Einen konkreten Termin für die Fertigstellung gibt es noch nicht", so Korte. Man halte aber daran fest, den Umbau möglichst noch im Herbst 2015 abschließen zu wollen.

Das nächste Großprojekt ist übrigens auch schon in Planung. Nach dem Marienplatz soll es dem U-Bahnhof Sendlinger Tor an die Substanz gehen - auch im Bahnsteigbereich. Laut Korte ist der erste Spatenstich noch in diesem Jahr geplant.

vin

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare