tz erklärt die Baustelle

Marienplatz: Bis Ende 2014 brauchen Sie Geduld

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Die Passanten können derzeit den Marienplatz nicht nach Herzenslust überschreiten – bis ­Ende 2014 wird noch ­gewerkelt.

München - Der Marienplatz ist zum täglichen Wurl-Platz geworden. Und das dauert noch das ganze Jahr über. Grund sind die Bauarbeiten. Die tz erklärt die Baustelle.

Das waren noch Zeiten, als der Münchner nur um kurz vor elf Uhr so richtig stöhnte, wenn er über den Marienplatz ging – und sich durch die Touristenscharen quetschte, die Blick und Kamera nach oben zum anstehenden Rathaus-Glockenspiel richteten. Mittlerweile ist der Marienplatz zum täglichen Wurl-Platz geworden. Und das dauert noch das ganze Jahr über. Grund sind die Bauarbeiten, von denen man oberirdisch nichts hat: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gibt dem Sperrengeschoss das überfällige moderne Gesicht – und das wirkt sich auch auf den Platz aus. SWM-Geschäftsführer Herbert König: „Einfach zusperren und schnell sanieren – das ist hier wegen der Verkehrsbedeutung des Platzes nicht realistisch.“ Die tz erklärt die Baustelle:

Logistik-Zentrum

Hier ist sozusagen das Hirn der Baustelle in Münchens Zentrum zu Hause: der Logistikbereich. Der Kran ist mobil und kann je nach Bedarf bewegt werden.

Die vierte von fünf Deckenfugen

Hier sehen Sie die Arbeiten an den Deckenfugen, die schrittweise freigelegt und saniert werden. 2012 wurden die ersten drei saniert, hier die vierte Fuge.

Die fünfte und letzte Deckenfuge

Und die Fuge Nr. 5 – im Juni soll dieser Komplex abgeschlossen sein. Übrigens: Zwischen die Teilbaustellen führen Fußgängerstege, um die Nerven zu schonen.

Der gesperrte Aufgang beim Hugendubel

Nicht nur oben kann’s zu noch mehr Gedränge kommen, sondern auch unter dem Platz – hier sehen Sie den derzeit gesperrten Aufgang vorm Hugendubel.

Frust oder Vorfreude? Das denken die Passanten über die Baustelle im Herzen der Stadt

Paul Hang (53), Tourist, Taiwan: "Ich bin zum ersten Mal zu Besuch in München. Eigentlich finde ich die Stadt echt schön, aber die Baustellen sind nicht gut. Sie stören schon auf dem Marienplatz. Das ist sehr schade für uns Touristen. Vielleicht sind sie ja weg, wenn ich mal wiederkomme. Das plane ich nämlich auf jeden Fall."

Lorenz Loserth (30), Stadtführer, München: "Für mich als Touristenführer ist das schon eine Umstellung. Wenn ich im Mittelalter-Kostüm eine Führung mache, sage ich zum Beispiel, dass hier eine Stadtbefestigung gebaut wird. Generell finde ich Renovierungsarbeiten gut. Ich hoffe, dass bald das Rathaus dran ist, damit ich es den Touristen besser zeigen kann."

Gisela Sauter (34), in Elternzeit, Ingolstadt und Michael Sauter (60), Beamter, Landshut: "Die Baustellen stören uns nicht – es muss ja sein. Solange die Baustellen notwendig sind, ist das okay. Außerdem ist es ja nur vorübergehend. Für die Touristen ist das natürlich nicht schön. Aber es muss halt gebaut werden, damit etwas Neues entsteht."

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