In der Maximilianstraße

Betrüger im Luxus-Laden: Handys für fast 40.000 Euro 

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Die Methode Kreditkartendaten per WhatsApp zu übermitteln, kam den Verkäuferinnen dann doch komisch vor.

München - Mit einer ausgeklügelten Masche, gefälschten Ausweisen und geklauten Kreditkartendaten versuchen zwei Betrüger in einem Luxusgeschäft in der Maximilianstraße für über 37.000 Euro Handys zu kaufen. Wie sie geschnappt wurden.  

Die Masche ist ebenso ausgeklügelt, wie gewagt: Am vergangenen Samstag kam ein Mann in einen Luxus-Handy-Laden in der Maximilianstraße und kaufte dort ein Mobiltelefon im Wert von 5225 Euro.

Der Mann nannte sich „Guazzo“ und für die Bezahlung hatte er eine eigenwillige Methode. Er übermittelte der Verkäuferin per WhatsApp die Kreditkartendaten, zur Legitimation legte er eine italienische Carta d´identitá vor.

Etwas später nahm „Guazzo“ erneut per WhatsApp Kontakt mit der Verkäuferin auf und erklärte, dass er noch weitere fünf Handys kaufen wolle. Er übermittelte ihr per WhatsApp die Daten einer anderen Kreditkarte - damit sollten insgesamt fünf Mobiltelefone im Gesamtwert von 37.880,00 Euro bezahlt werden. Laut „Guazzo“ sollten die Handys von einem Salvatore Borelli abgeholt werden.

Dem Verkaufspersonal kam diese Vorgehensweise nun doch seltsam vor. Man wandte sich daher hilfesuchend an die Polizei.

Wie sich dank der Kopie vom ersten Einkauf herausstellte, ist dieser gefälscht. Die angegebenen Kreditkartendaten waren bei einem namentlich noch nicht bekannten Geschädigten in Italien ausgespäht worden.

Am Dienstag, 17. März, um 14 Uhr kam tatsächlich ein 29-jähriger Mann mit einem gefälschten italienischen Ausweis - ausgestellt auf Salvatore Borelli in das Luxusgeschäft, um die 5 Handys abzuholen. Bei der Gelegenheit nahm die Polizei ihn fest - die Beamten hatten im Geschäft bereits auf ihn gewartet. 

mm/tz

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