Stadtrat: Kein Aufschub mehr

Brandschutz: Tunnel am Altstadtring wird saniert

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Die FDP wollte die Sanierung des Tunnel noch einmal aufschieben, doch alle anderen Parteien waren dagegen. 

Die Sanierung des Altstadtring-Tunnels ist beschlossene Sache. Der Stadtrat bewilligte das 85 Millionen Euro teure Projekt. Ab 2018 wird es damit eine weitere Großbaustelle im Zentrum Münchens geben.

München - In seiner Vollversammlung am Mittwoch beschäftgte sich der Stadtrat mit den Sanirungsplänen für den Altstadtring: Die FDP wollte in einem Antrag einen Aufschub des Umbaus der gut 500 Meter langen Röhre erwirken. Fraktionschef Michael Mattar sprach sich für einen städtebaulichen Wettbewerb aus – vor allem, um die Gestaltung der Oberfläche und die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Altstadt zum Kunstareal in der Maxvorstadt zu verbessern. Alle anderen Parteien wandten sich aber gegen den FDP-Vorschlag. Evelyne Menges (CSU) sagte: „Das wäre ein Rückwärts-Salto.“ 

Baureferentin Rosemarie Hingerl betonte, die Sanierung sei dringend aus brandschutztechnischen Gründen notwendig. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Tunnel gesperrt werden muss.“ Gefahrguttransporte sollen ohnehin nicht mehr durchfahren dürfen. Die Unterführung stammt aus dem Jahr 1972. Auch an der Decke sind Hingerl zufolge Baumaßnahmen notwendig. Der Startschuss für das Projekt sei überfällig.

Die Sanierung des Tunnels soll auch zum Anlass genommen werden, eine neue Einfädelspur vom Oskar-von-Miller-Ring einzurichten. Auf ihr könnten Autofahrer, die von der Ludwigstraße kommen, nach Süden auf den Altstadtring abbiegen. Die Stadt verspricht sich, dass damit die Brienner Straße vom Verkehr entlastet wird. Außerdem könnten Autofahrer künftig vom Oskar-von-Miller-Ring geradeaus in die Gabelsbergerstraße fahren.

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