Ordner und Polizei sollen Besucher beruhigen

Privater Sicherheitsdienst auf dem Christkindlmarkt

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Erstmals patroullieren heuer am Christkindlmarkt neben der Polizei auch private Sicherheitsleute auf dem Christkindlmarkt.

München - Am Freitag beginnt der Christkindlmarkt am Marienplatz. Neben den verstärkten Aktivitäten der Polizei soll der Einsatz privater Wachleute das Sicherheitsgefühl der Gäste erhöhen.

Am Freitag Abend ist es wieder so weit: Um 17 Uhr eröffnet OB Dieter Reiter (SPD) vom Rathausbalkon aus den Christkindlmarkt auf dem Marienplatz. Über drei Millionen Besucher bummeln jedes Jahr durch den Budenzauber im Herzen der Stadt. Doch dieses Jahr ist auch die Angst zu Gast: Nach den Terrorattacken in Paris haben viele Bürger ein mulmiges Gefühl. Neben den verstärkten Aktivitäten der Polizei soll nun der Einsatz privater Wachleute das Sicherheitsgefühl der Gäste erhöhen.

Bis zum Heiligen Abend bieten 131 Händler an Marienplatz, Kaufinger- und Weinstraße Krippenfiguren, Lebkuchen und Glühwein an. Schon seit 2005 wird der Münchner Christkindlmarkt von der Polizei mit Videokameras überwacht, heuer werden 13 Kameras zwischen Marienplatz und Stachus das vorweihnachtliche Geschehen filmen.

Ursprünglich war die Videoüberwachung dazu gedacht, Taschendiebe auf frischer Tat zu ertappen oder gleich ganz von ihrem Handeln abzuschrecken. Die Bilder werden direkt in die ums Eck gelegene Einsatzzentrale im Präsidium übertragen. Aber auch andere Übeltäter könnten mit Hilfe der Kameras frühzeitig entdeckt werden. Außerdem geht die Polizei verstärkt Streife: In Uniform und in zivil. Doch diese Zivilbeamten fallen den Besuchern nicht auf.

Nun hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft beschlossen, dass auf dem Christkindlmarkt zusätzlich Mitarbeiter des von der Stadt per Rahmenvertrag engagierten Sicherheitsdienstes Securitas patrouillieren. „Die Ordner werden täglich am Weihnachtsmarkt präsent sein“, heißt es im Rathaus. Am Wochenende wären mehr Mitarbeiter im Einsatz als unter der Woche. Weiter: „Mit dieser Maßnahme trägt die Landeshauptstadt München dem Sicherheitsempfinden der Besucherinnen und Besucher Rechnung und unterstützt die bewährte Sicherheitspartnerschaft zwischen Veranstalter, Sicherheitsbehörden und Polizei. Der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid (CSU) erklärt: „Ich finde es gut, dass wir mit einem eigenen Sicherheitsdienst die Polizei unterstützen. Die Menschen wollen auf dem Münchner Christkindlmarkt in friedlicher Stimmung feiern und sich auf Weihnachten freuen. Wir tun alles, um diese friedliche Stimmung zu gewährleisten.“

J. Welte

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