Am Samstag geht es weiter

Am Freitag den 13.: Impfaktion im Gotteshaus mit Holetschek - Pfarrer richtet Appell an Münchner

In der Frauenkirche in München können sich die Bürger am Wochenende impfen lassen.
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In der Frauenkirche in München können sich die Bürger am Wochenende impfen lassen.

Die Münchner Frauenkirche macht Impfwilligen ein Angebot: Jeder, der will, kann sich in dem Gotteshaus ganz unkompliziert und ohne Termin impfen lassen.

München - Der Weg zur Impfung führt in die Kirche – zumindest zeitweise: Am Freitag (13. August) ging die große Impfaktion in der Frauenkirche* los. Wer will, kann auch diesen Samstag noch ohne Termin zwischen 10 und 17 Uhr vorbeikommen und sich schnell und vor allem unkompliziert impfen lassen. Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen, vor allem aber auch an Menschen in schwierigen Lebenssituationen wie zum Beispiel Obdachlose.

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Corona in München: Gesundheitsminister Holetschek besucht die Impfaktion in der Frauenkirche

Drei Ärzte, neun Freiwillige der Kirche und zwei Mitarbeiter aus einer beteiligten Arzt-Praxis sorgen dafür, dass die Besucher reibungslos und schnell zu ihrer Spritze kommen. „Impfen ist auch ein Akt der Nächstenliebe“, sagte Klaus Holetschek, bayerischer Gesundheitsminister bei der Eröffnung der Aktion. „Jeder, der sich impfen lässt, tut es auch für andere und trägt dazu bei, dass wir als Gemeinschaft die Corona-Pandemie* beenden.“ Dompfarrer Monsignore Klaus Peter Franzl, von dem die Idee der Impfaktion im Dom stammt, appelliert an alle Münchner: „Sich impfen zu lassen ist eine Frage der Solidarität.“ Er hofft, dass sich möglichst viele Menschen eine Spritze in den heiligen Hallen abholen werden. Aktuell sei die Impfung das wichtigste Mittel, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Impfen in der Kirche: Gesundheitsminister Holetschek schaute in der Frauenkirche in München vorbei. Ein Impfwilliger bekam für seinen Piks einen coronakonformen Faust-Check.

Die leitende Ärztin Barbara Buchali ist gut gerüstet: „Ich habe wirklich sehr optimistisch geplant und 1200 Impfdosen für heute und morgen bestellt“, berichtete sie. „Deswegen hoffe ich, dass auch viele kommen!“

Wichtig sei nun, dass möglichst viele von der Impfmöglichkeit mitten in der Innenstadt von München* erfahren, da sich das Angebot vor allem auch an jene richte, „die vielleicht nicht so leicht an einen Termin kommen, die nicht unbedingt einen Computeranschluss haben oder sich aus anderen Gründen nicht registrieren können“, sagt die Ärztin.

Welchen Impfstoff man bekommt, kann man sich aussuchen: Biontech und Johnson & Johnson stehen zur Auswahl. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Falls vorhanden, sollte ein Impfausweis mitgebracht werden. Am Freitag um 13 Uhr startete die Aktion, und das Impfteam hatte gleich einiges zu tun: Die Aktion lief gut an.

Corona in München: Viele ließen sich spontan in der Frauenkirche impfen

Viele, die kamen, hatten durch Zufall von dem Angebot erfahren. Zum Beispiel Levuente Princz (15), der mit seiner Familie einen Tagesausflug nach München machte und sich spontan impfen ließ: „Meine Eltern sind schon geimpft, ich hatte bisher nicht die Möglichkeit. Ich finde es wichtig, dass man sich impfen lässt“, sagt er.

Gesundheitsminister Holetschek (M.) im Gespräch mit Prälat Dr. Wolf (l.) und Dompfarrer Franzl.

Auch Roland Glökle (18) ist zufällig an der Frauenkirche vorbeigekommen und hat die Gelegenheit genutzt: „Ich brauche die Impfung eh für mein Studium, da trifft sich das gut.“ Der Piks selbst tat ihm nicht weh, auch dem Arm gehe es gut.

Für manche ist die Möglichkeit, sich in der Kirche impfen zu lassen, auch ein Zeichen. Christine Heckl (57) hat im Radio von der Impfaktion erfahren. „Ich habe die Impfung bisher vor mir hergeschoben, weil ich Respekt davor habe. Ich hatte in der Vergangenheit immer starke Reaktionen auf Impfungen.“ Dass man sich jetzt in kirchlichen Räumen impfen lassen könne, gebe ihr ein gutes Gefühl, erzählt sie. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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