Dieser Baum ist ein Traum 

Bad Kohlgrub hat uns eine Prachtfichte geschickt

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Prächtiger Baum aus Bad Kohlgrub in den Ammergauer Alpen: Am Dienstag wurde die 27 Meter hohe Fichte auf dem Marienplatz aufgestellt

München - Danke, Bad Kohlgrub! Ihr habt uns eine Prachtfichte für unseren Marienplatz geschickt. Das Christbaum-Trauma von vor zwei Jahren ist vergessen.

Pfeilgrad! Baumstark! Und so schön gewachsen: München hat sein Christbaum-Trauma von vor zwei Jahren überwunden – als jene Zillertaler Hungerfichte unsere Stadt nicht nur chronisch an Waldsterben und Hungersnot erinnerte, sondern auch für jede Menge Gespött sorgte. Alles vergessen: Wir haben jetzt wieder einen Baum wie ein Traum! Diese Fichte aus Bad Kohlgrub in den Ammergauer Alpen, ein hiesiger also, ist 27 Meter hoch, 7,5 Tonnen schwer und 80 Jahre alt – und ein Schmuckstück, sogar noch schöner als der aus Bad Bayersoien im Vorjahr.

Mit Schaudern denken wir an das Zillertaler Exemplar von 2011

Münchens SPD-OB-Kandidat und Wirtschaftsreferent Dieter Reiter sieht’s ebenso: „Ein Klasse-Baum, sehr dicht, gut gewachsen und die richtige Höhe. Die Münchner lieben ihren Christkindlmarkt und ihren Baum – das wird heuer sehr stimmungsvoll“, sagt er der tz. Was wahrscheinlicher ist, wollen wir wissen: dass Österreich noch einmal einen Baum für die Münchner spendiert, oder ob unsere Stadt Olympia ausrichtet? Reiter lacht: „Ersteres ist wahrscheinlicher. Aber ich glaube, dass wir noch Jahrzehnte lang den Münchner Christbaum aus Bayern holen können.“ Bad Kohlgrub ist das höchstgelegene Moorbad der Republik. Das kann Probleme machen, schmunzelt der zweite Bürgermeister der Gemeinde, Anton Gundlfinger (52); „Der Autokran steckte am Freitag von 17 bis 23 Uhr im Moor fest.“ Der Rest, Schneiden und Transport, lief dagegen reibungslos. Um 4 Uhr früh am Dienstagmorgen war der Baum am Ziel, um 6 Uhr wurde er der Berufsfeuerwehr zum Aufstellen übergeben.

Stolz ist auch Bad Kohlgrubs Bürgermeister Gerald Tretter (61): „Der passt in seiner Größe perfekt vors Rathaus. Erst hatte ich Angst, dass er untergeht.“ Die ist jetzt verflogen. Wie die Angst der Münchner vor Hungerfichten auch.

Matthias Bieber

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