Rund um das Ruffinihaus

Darum steht zwei Jahre lang  eine Holzwand am Rindermarkt - Christkindlmarkt muss umziehen

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Dominante Holzwand: Für die Verschönerungs- und Sanierungsarbeiten am Ruffinihaus wurde eine zwei Meter hohe Holzbarriere rund um das Gebäude gezogen.

Kürzlich wurde rund um das Ruffinihaus ein imposanter Bauzaun aufgestellt. Die Holzwand ist zwei Meter hoch und soll bis Ende 2020 hier stehen. Warum?

München - Die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude an der Sendlinger Straße 1 kommen nun richtig in Fahrt. Dazu wurde kürzlich rund um das Ruffinihaus ein imposanter Bauzaun aufgestellt. Die Holzwand ist zwei Meter hoch und soll bis Ende 2020 hier stehen, um die Fußgänger vor Staub und Lärm zu schützen. In anderthalb Jahren werden laut Baureferat rund zwei Drittel des Zaunes wieder abgebaut, damit die Läden wieder einziehen können.

Manch einer ist überrascht, dass die Umzäunung derart massiv ausgefallen ist und eine so große Fläche absperrt. Möglicherweise hat das mit den aufwendigen Sanierungsarbeiten zu tun. Der Grund: Ende 2017 fand man heraus, dass das Ruffinihaus am Rindermarkt asbestbelastet ist, weshalb auch die Kosten für die Restaurierung teurer ausfallen: etwa 34,5 Millionen Euro statt rund 32 Millionen Euro laut vorläufigen Berechnungen des Baureferats.

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Die Sanierungsarbeiten werden in der Bauphase das Leben am Rindermarkt rund um das Ruffinihaus beeinträchtigen, etwa zur Weihnachtszeit. Das für Christkindlmärkte zuständige Referat für Arbeit und Wirtschaft hat beschlossen, die Standl vom Rindermarkt heuer an einem anderen Ort aufzubauen. Am Rindermarkt wäre es schlicht zu eng für die dort traditionell relativ großen Verkaufsbuden. Vorgeschlagen wurde hierfür ein Teilbereich der Sendlinger Straße, zwischen Fürstenfelder Straße und Hackenstraße.

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Doch die Geschäftsleute an der Sendlinger Straße wehren sich vehement gegen diese Pläne. Ihr Vertreter Wolfgang Fischer vom Verband Citypartner appelliert: „Die Sendlinger Straße ist doch viel zu eng. Wo soll denn zum Beispiel die riesige Bratwurschtpyramide stehen? Die Geschäftsleute befürchten große Einnahmeverluste zur umsatzstarken Vorweihnachtszeit.“ Vor allem Konen, Juwelier Lindner und Optik Schönweitz wären laut Fischer besonders betroffen, bliebe es bei der bisherigen Idee an der Sendlinger Straße.

Der Stadtrat hat das letzte Wort. Er entscheidet am 13. April in einer Sondersitzung, wo der Christkindlmarkt vom Rindermarkt stattfindet. Er dauert von 27. November. bis 24. Dezember.

Hüseyin Ince

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